Landessportbund

11.08.10

Glücksspiel-Staatsvertrag:

Südwestdeutsche Landessportbünde fordern Beibehaltung des Staatsmonopols

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Landessportbünde Hessen (lsb h), Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Saarland die Beibehaltung des Staatsmonopols für das Glücksspielwesen.

Die Präsidenten und Hauptgeschäftsführer unterstrichen bei einer Sitzung in Stuttgart die herausragende Bedeutung, die die Erträge aus allen staatlichen Lotterien, Wetten und der GlücksSpirale für die jeweiligen Haushalte der Landessportbünde haben. „Ohne die hieraus stammenden Mittel könnte die Sportorganisation ihre wichtigen und allseits anerkannten Leistungen für das Gemeinwohl unserer Gesellschaft nicht erbringen. Darum darf diese Säule unter keinen Umständen gefährdet oder ausgehöhlt werden“, so die LSB-Vertreter.

Bei einer Liberalisierung der Sportwetten wäre das staatliche Lotteriemonopol nicht mehr zu halten. Deshalb müsse im Rahmen der notwendigen Evaluierung des geltenden Staatsvertrages die Chance zu einer Optimierung genutzt werden. Wie die aussehen könnte, skizzierte lsb h-Präsident Dr. Rolf Müller: „Das Ziel ist es, die Spielsucht zu bekämpfen und den Blick verstärkt auf die Gefährdung der Integrität des sportlichen Wettbewerbs durch Betrug und Kriminalität zu richten. Die Integrität des sportlichen Wettbewerbs ist eine zentrale Legitimation der Sportorganisation, Wettbetrug darf keine Basis haben.“

Voraussetzung dafür sind nach Ansicht der südwestdeutschen Landessportbünde das De-facto-Verbot und damit die Schließung der illegalen Sportwettenanbieter sowie faire Bedingungen für die Sportwette Oddset der deutschen Lottogesellschaften, damit der Sport davon profitieren könne.

Einhellig begrüßten die LSB-Vertreter die Urteile des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) und die damit verbundene positive Bewertung staatlicher Monopolregelungen für Glücksspiele. Diese Urteile seien ein klares Signal dafür, dass ein nationaler Glücksspiel-Staatsvertrag nicht mehr in Frage gestellt werden könne. Abschließend befürworten sie eine enge Partnerschaft der Sportorganisation mit den staatlichen Gesellschaften ihrer Länder und dem gesamten deutschen Lottoblock.


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