24.05.97
Landessportbund Hessen weiht umgebaute Sportschule Frankfurt ein:Wer sie einmal kennengelernt hat, wird bestätigen können, daß sie eine feine Einrichtung ist. Sie wird im Laufe der Jahre zu einer segensreichen Stätte für Bund, Fachverbände, Vereine und natürlich für unsere Jugend werden. Diese Sätze von Heinz Lindner, dem ersten Präsidenten des Landessportbundes Hessen, muteten 1948 wie Visionen an. Heute sind Lindners Visionen längst Realität. Mit der Einweihung der umgebauten und renovierten Sportschule in Frankfurt am 24. Mai 1997 hat der Landessportbund Hessen eine weitere Vision verwirklicht. In der Otto-Fleck-Schneise 4 ist eine Ausbildungsstätte entstanden, die den Anforderungen der Zukunft in allen Belangen entspricht.
Diese Schule soll ein Symbol sein für die Einheit des Sportes in Hessen. Sie soll vielen Menschen die Erlebnis- und Erfahrungswelt des Sportes erschließen, formulierte Dr. h.c. Heinz Fallak, derzeitiger Präsident der mit 2,2 Millionen Mitgliedern größten Personenvereinigung im Lande, in seiner Rede zur Einweihung der Sportschule. Nahezu 500 Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft, darunter Hessens Ministerpräsident Hans Eichel und Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth, waren zur Eröffnung der Einrichtung gekommen, staunten über das, was hier in den letzten beiden Jahren entstanden ist. Denn das kann sich sehen lassen.
35.000 Kubikmeter umbauten Raumes mit einer Hauptnutzfläche von 3.500 Quadratmetern bieten ausreichend Fläche für Aus-, Fort- und Weiterbildung im Sport. 104 Gästezimmer mit 179 Betten, ein Speisesaal mit 180 Plätzen, 11 modernst ausgestattete Tagungs- und Schulungsräume, Fitnessraum, Kegelbahn, Mehrzweckraum, Motoraum und, und und ... - die Sportschule Frankfurt ist eine der, wenn nicht gar die, modernsten Einrichtungen dieser Art in der Bundesrepublik.
Mit dem Ausbau der Sportschule hier in Frankfurt am Main und der bereits in Betrieb gegangenen Sporthalle der Sportbildungsstätte Sensenstein bei Kassel, wie auch mit der Sport- und Bildungsstätte der Sportjugend Hessen in Wetzlar hat der Landessportbund Hessen Zeichen für die Zukunft gesetzt. In der Diskussion und den gemeinsamem Anstrengungen das Eh-renamt zu stärken, ist es ein wichtiger Eckpfeiler, die notwendigen Einrichtungen für die Aus- und Fortbildung unserer ehrenamtlich Tätigen bereitzustellen, beschrieb Hessens Ministerpräsident Hans Eichel die Notwendigkeit der Baumaßnahme.
33 Millionen Mark kosteten Umbau und Erweiterung - eine stolze Summe. Eine Summe, die freilich zum größten Teil vom Landessportbund selbst getragen wurde. Drei Millionen Mark flossen vom Bund; auch das Land Hessen will einen Zuschuß beisteuern. Der Löwenanteil der Finanzierung wurde, wie erwähnt, vom lsb h übernommen. So brachten Sportkreise, Sportverbände und lsb h 18,3 Millionen durch Sparmaßnahmen auf, die 1993 auf dem Hauptausschuß in Wetzlar beschlossen worden waren. Der Rest der Gelder stammt aus den Rücklagen und Erträgen einer Förder GmbH, die der Landessportbund nach dem Verkauf einer Immobilie in der Goethestraße 10 in Frankfurt gegründet hatte. Das Präsidium des Landessportbundes Hessen hat damit seine 1991 gegebene Zusage, den aus dem Verkauf der Immobilie Goethestraße 10 erzielten Erlös wieder in eine Immobilie zu investieren, eingehalten. Wir haben uns damit der Zukunft gestellt. Unsere Einrichtungen sollen Hoffnung, Zuversicht und praktische Hilfen für den Sport in Hessen sein, so lsb h-Präsident Dr. h.c. Heinz Fallak, der am 24. Mai seinen 69. Geburtstag feierte, abschließend.