07.04.11 Zukunft der Sportwetten und Lotterien – Präsident des Landessportbundes:„Nagelprobe für die privaten Anbieter“Der Präsident des Landessportbundes Hessen (lsb h), Dr. Rolf Müller, hat erleichtert auf die grundsätzliche Entscheidung der Ministerpräsidenten zur Zukunft der Sportwetten und Lotterien reagiert. „Wir sind froh, dass es auch weiterhin die Absicht der Länder-Regierungschefs ist, das Lotteriemonopol sogar noch unter verbesserten Bedingungen zu erhalten. Die vorgesehene teilweise Öffnung des Sportwettenmarktes sehen wir zwar mit gemischten Gefühlen, aber es ist zumindest eine Chance, dass die Erträge der privaten Anbieter als Konzessionäre in legale Kanäle fließen“, sagte Rolf Müller. Die vorgesehene Höhe der Konzessionsabgabe sei eine Nagelprobe für die privaten Anbieter, deren Zahl bundesweit auf sieben beschränkt bleiben soll, ob sie es ernst meinen mit ihrem Angebot, den Sport in seiner Gesamtheit zu fördern. Der lsb h-Präsident sieht den organisierten Sport in Deutschland „gut beraten“, wenn er durch offizielle Verlautbarungen nicht in den Verdacht gerät, für die privaten Sportwettenanbieter Partei zu ergreifen. Daher halte er die Kritik des DOSB-Generaldirektors an den Vorschlägen der Ministerpräsidenten, „so dürfte das Ziel, die Sportwetten staatlich kontrolliert zu öffnen, kaum zu erreichen sein“, für problematisch. „Tatsache ist, dass allen ursprünglichen Unkenrufen zum Trotz das Lotteriemonopol gehalten hat und ein verantwortlicher Versuch zur kontrollierten, vorsichtigen Öffnung des Sportwettenmarktes in Angriff genommen wurde“, so der lsb h-Präsident. Der Landessportbund Hessen halte vor dem Hintergrund des Urteils des Europäischen Gerichtshofes vom September 2010 eine wirkungsvolle Eindämmung der unverantwortlich hohen Zahl von Spielhallen und Automaten für zwingend geboten. Nur so könne ein sogenanntes kohärentes Glücksspielsystem geschaffen werden.
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