Synergien nutzen, kommerzielle Sportveranstaltungen prüfen
Dr. Rolf Müller sieht Sparpotenzial bei ARD und ZDF
Der Präsident des Landessportbundes Hessen, Dr. Rolf Müller, sieht bei ARD und ZDF bedeutende Einsparmöglichkeiten bei der Übertragung von Sport-Großereignissen.
„Ich habe beispielsweise nie verstanden, warum bei Olympischen Spielen und Fußball-Weltmeisterschaften die beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten jeweils mit einem eigenen kompletten Team anreisen, alternierend senden und auch die vollständige technische und personelle Ausstattung nutzen. Hier bieten sich Synergieeffekte geradezu an und es ergäbe sich aus meiner Sicht ein bedeutendes Einsparpotenzial“, sagte Rolf Müller.
Der lsb h-Chef sprach sich dafür aus, die verschiedenen Übertragungen von kommerziellen Sportereignissen auf das Verhältnis von Kosten und Effizienz zu untersuchen und auf einen Prüfstand zu stellen. Eine solche Überprüfung dieser Sportangebote folge der dringenden Notwendigkeit, die Kosten bei den Rundfunkanstalten zu verringern und biete die Chance, im Interesse der Nutzer Gebührenerhöhungen zu vermeiden.
Dies könne sowohl bei gewerblich veranstalteten Boxkämpfen als auch für die Höhe der Zahlung an die deutsche Fußball-Liga gelten. „Ich weiß sehr wohl, dass dies eine Herkulesaufgabe darstellt, aber es wäre möglicherweise auch eine Chance, endlich der Perversion mancher Spieler- und Trainergehälter sowie der Ablösesummen in verschiedenen Bundesligen ein Ende zu bereiten“, sagte Rolf Müller, der auch Vorsitzender des Fernsehausschusses des Hessischen Rundfunks ist.