Sport und Flüchtlinge

Fördermöglichkeiten

Landesprogramm "Sport und Flüchtlinge"

Die Erfolgsgeschichte der hessischen Sport-Coaches wird 2017 fortgeschrieben: Nach zwei Millionen im Jahr 2016 hat das Land Hessen zum Jahresanfang 2017 weitere 2,4 Millionen Euro für das Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ zur Verfügung gestellt.  Mit dem Geld werden hessische Städte und Gemeinden unterstützt, in denen Sportvereine und Institutionen Sport- und Bewegungsangebote für Flüchtlinge initiieren möchten oder bereits initiiert haben. Den Asylsuchenden soll dadurch ein schnelles und unkompliziertes Ankommen in den Städten und Gemeinden ermöglicht werden.

Mehr als 350 Sport-Coaches in über 240 hessischen Gemeinden haben bereits 2016 ihre Arbeit aufgenommen und so Flüchtlingen einen Zugang zum Sport eröffnet. „Die hohe Resonanz unterstreicht, wie wichtig ein solches Projekt ist. Deshalb wollen wir den Kommunen auch 2017 die Möglichkeit geben, von der Landesförderung zu profitieren. Damit können auch Sportangebote für Flüchtlinge unterstützt und Sachmittel hierfür erworben werden“, teilte Hessens Innen- und Sportminister Peter Beuth mit.

Die sogenannten "Sport-Coaches" werden von der Sportjugend Hessen ausbebildet. Sie agieren als Kontaktperson zwischen Sportvereinen, Asylbetreuung, Flüchtlingsunterkünften und Flüchtlingen und ebnen diesen damit den Weg in die Vereine. „Die Geflüchteten stammen aus vielen verschiedenen Ländern. Vereinsstrukturen wie hier in Deutschland gibt es aber in kaum einem dieser Länder. Deshalb ist es wichtig, dass es die Sport-Coaches als Vermittler gibt: Sie erklären, was Vereine sind, welche Möglichkeiten es gibt und an welche Regeln man sich halten muss“, erklärt Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen, warum diese Personen so wichtig sind.

Mehr dazu erfahren Sie auf der Seite des Ministeriums.
Hier geht es zu den Förderrichtlinien. 

Ansprechpartner zum Konzept der Sport-Coaches ist Volker Rehm von der Sportjugend Hessen, Telefon 069/6789-245, E-Mail: Sport-Coach(at)sportjugend-hessen.de

Den Projekt-Flyer können Sie hier herunterladen.

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"Integration durch Sport"

Das bundesgeförderte Programm „Integration durch Sport“ hat im Dezember 2015  eine entscheidende Öffnung erfahren: Auch Asylbewerber und Geduldete dürfen seither – unabhängig von Herkunft und Bleibeperspektive – durch das Programm IdS gefördert werden.

Das Bundesministerium des Innern fördert dieses Programm bereits seit über 25 Jahren. Ziel ist es, den Integrationsprozess von Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen. Pro Jahr stehen bundesweit rund 11 Millionen Euro zur Verfügung. Dieses Programm unterstützt Sportprojekte für alle Menschen, die finanziell benachteiligt sind.

Die Umsetzung des Programms in Hessen erfolgt durch den Landessportbund bzw. die Sportjugend und die Sportvereine vor Ort. Mit den Bundesmitteln werden in den sogenannten Stützpunkten integrative Maßnahmen finanziell unterstützt. Weiterhin können sich alle Sportvereine zu den Zielen des Programms beraten lassen. Ehrenamtlich Engagierte erhalten Zugang zu entsprechenden Fortbildungen.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Webseite der Sportjugend Hessen.

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Beratung vor Ort

Das Beratungsangebot  rund um das Thema „Sport und Flüchtlinge“ wird von Sportkreisen, Verbänden und Vereinen aus ganz Hessen genutzt. Mehrere Sportkreise engagieren sich im Rahmen ihrer Zielvereinbarung mit dem Landessportbund Hessen im Bereich der Integration von Flüchtlingen.

In zahlreichen Sportkreisen und zwei Fachverbänden fanden bzw. finden durch die Sportjugend Informationsabende für Vereine statt, oftmals in Zusammenarbeit mit der regionalen/kommunalen Asylbetreuung und anderen Fachstellen.

Gerne kommen wir auch zu Ihnen. Schicken Sie eine Mail an Beratung@sportjugend-hessen.de, wir nehmen Kontakt mit Ihnen auf.

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Förderung über "Kultur macht Stark"

Die Deutsche Sportjugend (dsj) hat mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt "Kultur macht STARK" aufgelegt, in dessen Rahmen auch Flüchtlinge als Zielgruppe gelten. Im Modul 2 "ErlebnisRAUMerfahrung" geht es um Bewegung und Sport.

Mehr Infos dazu finden Sie auf der Seite der Deutschen Sportjugend.

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dsj-Projekt "Orientierung durch Sport"

"Orientierung durch Sport" stellt ein Beitrag der Deutschen Sportjugend (dsj), der dsj-Mitgliedsorganisation und der Sportvereine zur Willkommenskultur in Deutschland dar.Die Jugendorganisationen im Sport und die jungen Engagierten im Bereich des gemeinnützig organisierten Sports zeigen eine große Bereitschaft, sich an der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung der Aufnahme, Versorgung, Begleitung und Betreuung von Menschen, die als Flüchtlinge und Asylbewerber/-innen nach Deutschland kommen, zu beteiligen.

Ihnen soll mit diesem Projekt in enger Zusammenarbeit mit den dsj-Mitgliedsorganisationen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Ideen für bedarfsgerechte Bewegungs- und Sportangebote für junge, vor allem unbegleitete Flüchtlinge umzusetzen und zu verstetigen.

Infos zur Projektkonzeption erhalten Sie hier.

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Förderung im Bereich Fußball

Die Egidius-Braun-Stiftung des Deutschen Fußball-Bundes, die deutsche Fußballnationalmannschaft und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Ozoguz, haben gemeinsam die Flüchtlingsinitiative "1: 0 für ein Willkommen" ins Leben gerufen. Fußballvereine, die sich speziell für Flüchtlinge engagieren, können jeweils 500 Euro als Starthilfe beantragen.

Die Initiative war ursprünglich für den Zeitrahmen 2015 und 2016 angelegt und mit 600.000 Euro budgetiert. Die Europäische Fußball-Union UEFA und die Bundesregierung haben nun die zur Verfügung stehenden Mittel für dieses Jahr um 100.000 Euro aufgestockt. Weiterhin wird die Flüchtlingshilfe auch zeitlich ausgedehnt. Der DFB hat für die Verlängerung von 2017 bis 2019 eine Budgeterhöhung in Höhe von 900.000 Euro zugesagt.

Weitere Informationen finden Sie beim Deutschen Fußball-Bund
Eine Broschüre zum Thema „Fußball mit Flüchtlingen“ finden Sie hier.

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