Sportakrobatik im WandelAkrobatik wurde schon im Altertum, wie belegbar in Asien und im Orient,zur Volksbelustigung und auch im Wettbewerb betrieben. In Deutschland kennt man die Akrobatik nach alten Chroniken seit Ende des 18.ten Jahrhunderts.Um 1900 wurde Akrobatik bei Vereinstreffen als Unterhaltung betrieben.Es war damals ein buntes Treiben, bestehend aus Jonglieren, Kraftakten und Pyramidenbau.Zur gleichen Zeit entwickelten sich die ersten Vergleiche und Wettbewerbe.Im Laufe der Jahre wurde daraus der Pyramidenbau als Meisterschaft mit festen Regeln entwickelt.Nach Gründung des Schwerathletikbundes war Kunstkraftsport als Sparte ein fester Bestandteil der regelmäßigen Meisterschaften.Auf Hessenebene verlief im Schwerathletikverband die Entwicklung ähnlich.Im Jahre 1973 wurde der internationale Sportakrobatikverband IFSA unter Deutscher Beteiligung gegründet.Das Wettkampfprogramm bestand damals aus 5 verschiedenen Paar u. Gruppen sowie aus 2 Tumplingdisziplinen.1977 wurde aus dem Kunstkraftsport der Hess. Sportakrobatik Verband gegründet, dem z.Zt. als Präsident Norbert Müllmann von der FTG Pfungstadt seit 25 Jahren vorsteht.Mit den Ziel olympisch zu werden, wurde der internationale Verband aufgelöst und man schloß sich der FIG an. Mittlerweile wird von über 40 Nationen Sportakrobatik betrieben.Heute ist der Deutsche Sportakrobatik Bund DSAB über den Deutschen Turnerbund Mitglied der FIG.Der Stellenwert der Hess. Sportakrobaten auf Bundesebene ist sehr hoch, was sich an vielen Meistertiteln und Medaillen national und international belegen läßt.Seit 12 Jahren besteht in Pfungstadt das Landesleistungszentrum, zugleich Kaderschmiede der Deutschen Sportakrobatik.Hier werden Lehrgänge unter hervorragenden Bedingungen durchgeführt.Leider, was sie Unterhaltung betrifft, mit hohen finanziellen Belastungen der FTG Pfungstadt.Der Hess. Sportakrobatik Verband ist gerade in Nachwuchs und Jugendbereich Bundesweit führend.Dies zeigt sich auch durch die Ausrichtung des internationalen Nachwuchsturnieres, das von Hessen entwickelt, jährlich durchgeführt wird.Sportfunktionäre aus Hessen sind auf Bundes und Internationaler Ebene seit Jahrzehnten tätig und haben wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Sportakrobatik.Wir hoffen, daß die Politik durch weitere Unterstützung des Sportes dazu beiträgt, die Betreuung unserer Jugend, durch überwiegend ehrenamtlicher Tätigkeit in den Vereinen, zu gewährleisten.Norbert MüllmannPräsident HSAV