Pressemeldung

TC Laubach Landessieger der "Sterne des Sports"

"Tennis für alle" - unter dieses Motto hatte der Tennisclub Laubach vor rund zwei Jahren seine Schnuppertage gestellt. Daraus entwickelt hat sich ein inklusives Sportangebot, das sich heute vor allem im Bereich Rollstuhltennis großer Beliebtheit erfreut. Für die beispielhafte Umsetzung des Projekts ist der Verein jetzt von den Volksbanken Raiffeisenbanken in Hessen und dem Landessportbund Hessen  mit dem "Großen Stern des Sports" in Silber ausgezeichnet worden. Der Sieg auf Landesebene ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro verbunden.

Zusammen mit fünf weiteren Vereinen wurden die Repräsentanten des Tennisclubs Laubach, angeführt von Projektleiter Dirk Oswald, am 3. November in festlichem Rahmen, aber trotzdem unter Coronabedingungen, im Schloss Biebrich geehrt. Sportminister Peter Beuth, Jens Prößer, Vorstandsmitglied Volksbank Dreieich eG als Vertreter der Volksbanken Raiffeisenbanken in Hessen, und Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident Sportentwicklung des Landessportbundes Hessen, gratulierten und überreichten die Preise.

„Das Spektrum dessen, was Sportvereine tagtäglich leisten, ist immens. Es reicht von ehrenamtlicher Unterstützung der Vereinstätigkeiten über kreative Ideen und Angebote für die Mitglieder sogar bis hin zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung in der Region. In unzähligen Gebieten Hessens entstehen so jedes Jahr großartige soziale und integrative Projekte des Breitensports. Deshalb liegt uns als Volksbank Dreieich eG die Auszeichnung `Sterne des Sports‘ schon seit vielen Jahren am Herzen. Denn durch die `Sterne des Sports, den Oscar des Breitensports, erhält außerordentliches Vereins-Engagement einer Region die Bühne, die es verdient; und wirkt damit weit über die regionalen Grenzen hinaus als Motivation und Inspiration zugleich“, erklärte Jens Prößer.

„Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sind die ,Sterne des Sports‘ ein Zeichen der Hoffnung: Sie zeigen anhand großartiger Projekte auf, wie kreativ die hessischen Sportvereine sind und demonstrieren, wie engagiert sich ihre Ehrenamtlichen den Herausforderungen unserer Zeit stellen. Auch die diesjährigen Preisträger verbinden ihre Kernaufgabe wieder vorbildhaft mit gesellschaftlichem Engagement. Sie gehen damit voran und sind Leuchttürme für andere“, sagte Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident Sportentwicklung des lsb h. Dies anzuerkennen und vor allem auch nach außen zu tragen, sei das gemeinsame Herzensanliegen des Landessportbundes und der Genossenschaftsbanken.

Besonders lobende Worte fand Klatt für den diesjährigen Hauptpreisträger: „Der Tennisclub Laubach zeigt, dass auch kleine und sportartspezifisch ausgerichtete Vereine im ländlichen Raum sich dem Thema Inklusion annehmen und damit Erfolge erzielen können, die sich positiv auf den gesamten Verein und sein Umfeld auswirken. Ich wünsche mir, dass viele diesem Beispiel folgen und es uns gemeinsam gelingt, den Vereinssport in und nach der Pandemie für alle Zielgruppen zu öffnen. Denn gerade jetzt haben wir Bewegung in der Gemeinschaft besonders nötig.“ 

Für den Tennisclub Laubach findet der Wettbewerb "Sterne des Sports", der vorbildliches sportliches und gesellschaftliches Engagement von Sportvereinen auf regionaler (Bronze), Landes- (Silber) und Bundesebene (Gold) auszeichnet, am 24. Januar 2022 seine Fortsetzung: Dann wird der Verein das Land Hessen beim Bundesfinale in Berlin vertreten. Die Auszeichnung, die die Volksbanken Raiffeisenbanken und der Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) jährlich verleihen, wird dort von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehen.

 

Alle Preisträger und ihre Projekte im Überblick:

 

  • 1. Platz (2.500 Euro): Tennisclub Laubach, Projekt "Tennis für alle“
    Mit Schnuppertagen hat es angefangen, heute gibt es eine eigene Trainingsgruppe für Rollstuhltennis, die wächst und wächst  – so lässt sich die Erfolgsgeschichte von „Tennis für alle" beim Tennisclub Laubach zusammenfassen. Er ist erst der siebte Tennisverein in Hessen, der eine solche Abteilung aufgebaut hat. Um optimale Startbedingungen zu ermöglichen, wurde mit Spenden und Fördergeldern sogar ein passender Sport-Rollstuhl finanziert. Den können sich alle ausleihen, die noch keinen eigenen haben, der sich für Tennis eignet. Aber nicht nur Menschen, die im Rollstuhl sitzen, sind beim TCL herzlich willkommen. Im vergangenen Jahr hat er sich generell für Mitglieder mit Handicap geöffnet. Eine Idee, von der alle Seiten profitieren. Trotz Corona kann sich der TCL über steigende Mitgliederzahlen freuen.
    Die Bewerbung für die „Sterne des Sports" 2021 wird begleitet von der VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG.
     
  • 2. Platz (1.500 Euro): SG Dietzenbach 1945, Projekt „OHOO für Kids – Offene Halle, Outdoor und Indoorsport!"
    Sportkurse in der Halle sind in der Corona-Zeit ausgefallen. Trotzdem wollte die Sportgemeinschaft Dietzenbach 1945 weiterhin Bewegungsangebote für ihre jungen Mitglieder machen. „OHOO für Kids... Offene Hallen, Outdoor- und Onlinesport!" beschreibt, was sich der Verein alles hat einfallen lassen, immer angepasst an die geltenden Pandemiebeschränkungen. „Offene Hallen" gab Familien die Chance, mit ihren Kindern eine halbe Stunde lang einen Bewegungsparcours zu durchlaufen. Beim „Online-Sport" gab es via Livestream Kurse im Kinderturnen, HipHop, Modern Dance oder Mädchen-Boxen. Sobald die Pandemie es zuließ, ging es bei „Outdoor-Fitness" wieder nach draußen an die frische Luft, wo in kleinen Gruppen trainiert wurde.
    Die Bewerbung für die „Sterne des Sports" 2021 wird begleitet von der Volksbank Dreieich eG.
     
  • 3. Platz (1.000 Euro): Turnerschaft 1882 Klein-Krotzenburg, Projekt „Corona – auch Chance für Sportvereine!“
    Nicht jammern, aktiv werden – so hat die Turnerschaft 1882 Klein-Krotzenburg auf die Corona-Krise reagiert und die Herausforderung angenommen: „Corona – auch Chance für Sportvereine!" Positiv wertete der Verein zum Beispiel, dass die Digitalisierung beschleunigt wurde. Kurzentschlossen schaffte er die nötige Hard- und Software an, um Kurse und Sitzungen auf Online-Formate umzustellen. Mitglieder und Ehrenamtliche sollten gerade in der Krise erfahren, wie sehr sie vom Verein wertgeschätzt werden, deshalb wurden neue Sportgeräte gekauft. Trainerinnen und Trainer bekamen kostenlose Schnelltests angeboten und für ihre Online-Kurse mehr Geld. Für das Vereinsrestaurant wurde die Pacht ausgesetzt. Gleichzeitig wollte der Verein anderen Mut machen. Die Sportangebote im Internet waren in der Corona-Krise auch für Nichtmitglieder kostenlos und der Verein spendete Geld, unteren anderem für ein Altenheim und ein Frauenhaus. 
    Die Bewerbung für die „Sterne des Sports" 2021 wird begleitet von der Vereinigten Volksbank Maingau, Niederlassung der Frankfurter Volksbank eG.
     
  • Förderpreis (500 Euro): Sportgemeinschaft Rodheim, Projekt „Gesundheits- und Fitnesstreff“
    Im Sportzentrum in Rodheim vor der Höhe soll auf einer bisher wenig genutzten Freifläche ein neuer „Gesundheits- und Fitnesstreff" entstehen, für alle offen und jederzeit zugänglich. Angestoßen hat das Ganze die Sportgemeinschaft Rodheim vor der Höhe, die damit auf steigende Mitgliederzahlen und die hohe Auslastung ihrer Sportanlagen reagiert. Noch dieses Jahr soll der Bau einer „Bewegungs- und Begegnungssportanlage für alle Generationen in Rosbach vor der Höhe" starten. In Zukunft wird es hier Crossover-Trainingsmöglichkeiten geben, die Sportarten wie Parkour und Calisthenics ermöglichen, aber auch eine Dehnzone, ein Mehrzweckspielfeld, einen Bewegungsgarten und eine Bergarena. Ziel ist es, Jung und Alt im Sinne der Inklusion zusammen und in Bewegung zu bringen.
    Die Bewerbung für die „Sterne des Sports" 2021 wird begleitet vom Sportkreis Wetterau.
     
  • Förderpreis (500 Euro): Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden, Projekt „Kleine Kinder – ganz groß“
    „Kleine Kinder – ganz groß" heißt die Devise beim Judo-Club Kim-Chi Wiesbaden. Das Konzept für Kita-Kinder umfasst eine frühkindliche Bewegungsförderung kombiniert mit einer Persönlichkeitserziehung in mehreren altersgerechten Stufen. Es baut auf den Werten des Judo auf. Gerade für kleine Kinder ist Bewegung extrem wichtig, weil sie die Bildung von Nervenzellen im Gehirn fördert. Beim „Budo-Turnen" trainieren die Kinder das richtige Fallen und wie sie beim Raufen fair und respektvoll miteinander umgehen, egal ob sie gewinnen oder verlieren. Im anschließenden „Selbstschutztraining", kurz vor dem Wechsel in die Schule, lernen sie, Herausforderungen selbstbewusst anzugehen, sich etwas zuzutrauen, aufeinander zu achten und als Gruppe Selbstvertrauen aufzubauen. Das können sie später im Alltag umsetzen, zum Beispiel wenn sie zusammen zur Schule laufen, anstatt das „Eltern-Taxi" zu nehmen.
    Die Bewerbung für die „Sterne des Sports" 2021 wird begleitet von der Mainzer Volksbank eG.
     
  • Förderpreis (500 Euro):KSC Bensheim, Projekt „Ein Platz für Kinder“
    Boxer haben ein großes Herz, besonders wenn es um Kinder geht. Das beweist der Kraftsportclub Bensheim mit seiner Initiative „Ein Platz für Kinder", einer Sporthalle, die er extra für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren gestaltet hat. Dabei dient der Sport nur als Mittel, um Zugang zu den Kindern zu bekommen und die Folgen der Corona-Krise zu kompensieren. Das Konzept hat der Verein gemeinsam mit Bewegungstherapeut*innen  und Kinder- und Jugendpsycholog*innen erarbeitet. Es soll psychische, motorische und soziale Defizite ausgleichen. Beim KSC Bensheim können die Kinder Frust ab- und Selbstvertrauen aufbauen, dauerhaft Spaß an Bewegung lernen und überflüssige Kilos loswerden. Bezogen auf die Sozialkompetenz geht es um Eigenverantwortung, Hilfsbereitschaft und Respekt.
    Die Bewerbung für die „Sterne des Sports" 2021 wird begleitet von der Volksbank Darmstadt - Südhessen eG.

 

Der Jury auf Landesebene gehörten an:

 

  • Julia Nestle, Moderatorin Radio FFH
  • Jens-Uwe Münker, Abteilungsleiter Sport, Hessisches Ministerium des Innern und für Sport
  • Ralf-Rainer Klatt, Vizepräsident Sportentwicklung im  Landessportbund Hessen e. V.
  • Gundi Friedrich, Geschäftsbereichsleiter Sportentwicklung im Landessportbund Hessen e. V.
  • Manuela Schmermund, Sportschützin und Teilnehmerin der Paralympischen Spiele in Rio, Botschafterin der "Sterne des Sports" in Hessen
  • Udo Drechsel, Genossenschaftsverband - Verband der Regionen
  • Ralf Weitbrecht, FAZ Sportredaktion

 

Weitere Informationen unter www.sterne-des-sports.de

 

Ansprechpartner

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