Sporthistorische Exkursionen

Sporthistorische

Exkursionen

Nach den durchweg positiven Erfahrungen mit der Veranstaltungsreihe zur Frankfurter Sportgeschichte, die der Sportkreis Frankfurt in Kooperation mit dem Eintracht-Frankfurt-Museum und dem lsb h-Arbeitskreis „Sport und Geschichte“   organisiert, sollen 2018 auch in anderen Städten Hessens sporthistorische Veranstaltungen angeboten werden.  

 

21. April 2018: Darmstadt "Sporthistorischer Spaziergang"

Rund um das Böllenfalltor hat sich im Laufe von rund 100 Jahren ein Kristallisationspunkt der Darmstädter Sportentwicklung gebildet. Am bekanntesten ist heute das Böllenfalltorstadion, in dem der SV 98 seine Spiele austrägt. Aber auch die Wiege des Hochschulsports befindet sich direkt nebenan im Hochschulstadion mit seinen Nebenanlagen.

Kaum jemand weiß noch, dass einen Steinwurf entfernt vom Böllenfalltorstadion der ehemalige Großherzogliche Golf-Platz lag. Dessen Klubhaus wird heute vom Darmstädter Tennis- und Eisclub genutzt, der Tennis und Eislauf in Darmstadt populär machte. Direkt neben dem Hochschulstadion befand sich seit 1924 der Flugplatz Lichtwiese, die Wiege des Darmstädter Flugsports.

1933 wurde der Flugbetrieb verlegt, weil er die Ruhe auf dem benachbarten Alten Friedhof störte. Dort liegen einige bedeutende Persönlichkeiten der Darmstädter Sportgeschichte begraben, u. a. Heinrich Felsing und Ludwig Büchner. Dort soll der gemeinsame Spaziergang deshalb auch beginnen.

Referent: Dr. Peter Engels (Stadtarchiv Darmstadt)

Route: Alter Friedhof – Hochschulstadion – Böllenfalltor

Termin: Samstag, 21. April 2018, 15 Uhr

Treffpunkt: Haupteingang des Alten Friedhofs
(Herdweg 105, Ecke Nieder-Ramstädter Straße)

Dauer: 1,5 bis 2 Stunden, barrierefrei

Information und Anmeldung: ijahn@lsbh.de

 

12. Mai 2018: Bad Homburg: "Homburger Sportgeschichte(n): Schauplatz Kurpark"

Können Kur und Sport überhaupt miteinander auskommen: Ruhe, Erholung, Heilung auf der einen Seite - Anstrengung, Leistung, Wettbewerb auf der anderen?

Doch es waren Kurgäste, die zuerst den Sport nach Homburg mitbrachten und ihn im Kurpark etablierten. Nach und nach fanden Tennis, Golf, Krocket sowie Radfahren ihren Platz. Später hielten sogar Automobilsport oder Boxen Einzug und lockten die Stars nach Homburg. Ob aber Federation Cup, Rallye Monte Carlo oder Dinner-Boxen auf Dauer in Erinnerung bleiben werden?

Ein historischer Kurpark-Spaziergang lässt vieles wieder aufleben. Dabei geht es weniger um Wettkämpfe, Ergebnisse und Sieger, sondern eher um das Verhältnis von Park und Sport in einem Kur- und Heilbad. Anekdoten und Geschichten helfen dabei, längst Vergangenes und Verschwundenes anschaulich zu machen.

Referent: Dr. Klaus-Dieter Metz    

Termin: Samstag, 12. Mai 2018, 15 Uhr

Treffpunkt: Am Schmuckplatz, Kaiser-Friedrich-Promenade gegenüber der Wicker-Klinik vor dem Denkmal der Kaiserin Friedrich. Alle Teilnehmer erhalten vor Ort einen Flyer zu den Schwerpunkten der Führung.

Dauer der Führung: 1 ½ bis 2 Stunden  -  Wegstrecke: ca. 2 Kilometer, barrierefrei

Hinweis: Nach der Führung besteht die Möglichkeit zur Einkehr in das Tennis-Club-Restaurant bzw. in das Golf-Haus-Restaurant.

Information und Anmeldung: ijahn@lsbh.de

30. Juni 2018: Marburg: "Mit dem Boot zu den olympischen Sportstätten an der Lahn"

Wo sollten die Wettkämpfe des „Deutsch-Akademischen Olympias 1924“ ausgetragen werden, fragten sich Universität und Stadt, als erst im Herbst 1923 die Ausrichtung in Marburg beschlossen wurde. 2000 Studierende aus nahezu allen deutschen  Universitäten waren zu erwarten.

Das 1922 errichtete Universitätsstadion auf dem Hirsefeld mußte deshalb erweitert werden, während für die Schwimm- und Sprungwettbewerbe im Norden der Stadt das Universitätsschwimmbad in der Lahn erworben wurde. Seither sind die Lahn und ihre Ufer ein Ort des Wassersports geworden, deren Geschichte und Gegenwart an Bord der „Elisabeth II“ erkundet werden.


Referent: Dr. Alexander Priebe (Universität Marburg)

Termin: Samstag, 30.Juni 2018, 13 Uhr

Treffpunkt: Die Führung beginnt im Universitätsstadion (Jahnstraße) und wird vom Bootssteg am Trojedamm aus an Bord der „Elisabeth II“ fortgesetzt.

Dauer der Führung: 1,5 Stunden –

Information und Anmeldung: ijahn@lsbh.de

Gebühr für die Bootsfahrt: 7 Euro
Die Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt.

 

 

08. September 2018: Frankfurt: "Vom Waldstadion zur Commerzbank-Arena"

Als das Frankfurter Stadion im Mai 1925 eröffnet wurde, gab es auf dem Gelände zahlreiche Einrichtungen, die Körper und Geist dienen sollten. Auf dem 42 Hektar großen Gelände fanden deshalb Sportler aus verschiedenen Disziplinen eine Heimat. Außer dem eigentlichen Stadion gab es ein Licht- und Luftbad, eine Radrennbahn, eine Tennisanlage und ein Waldtheater sowie einen Reitplatz, an dessen Stelle später die Wintersporthalle gebaut wurde.

Seitdem hat sich auf dem Gelände des Frankfurter Stadions vieles geändert. Von den einstigen Gebäuden und Einrichtungen ist heute nur noch wenig erhalten. Mit dem Projekt „Stadiongeschichten“ soll an die vielfältige Nutzung des Frankfurter Stadions erinnert werden. Deshalb wurde auf dem Gelände ein Lehrpfad zur Sportgeschichte eingerichtet. Elf frei stehende Stelen bieten Platz für Inschriften, die sich mit unterschiedlichen Themen beschäftigen.

Bei einem Rundgang sollen sechs dieser Stelen besucht werden. Dazu gehören Stele 3 „Mehr als 3.500 Bäume: Das Stadion als „Volksgarten“, Stele 4 „Mit Speed in die Steilkurve: Erinnerungen an die Radrennbahn“, Stele 7 „Sport und Musik: Multifunktional – einst und heute“, Stele 8 „Nordwestkurve: Heimat der Eintrachtfans“, Stele 9 „Tempel der Gesundheit: Leibesübungen in der Wintersporthalle“ sowie die Stele 10 „Die Wiedergeburt von Hellas: Kultur im Stadion“.
Nach dem Spaziergang besteht noch die Möglichkeit, das Eintracht-Frankfurt-Museum zu besuchen.

Referent: Matthias Thoma (Eintracht-Frankfurt-Museum)

Termin: Samstag, 8. September, 15 Uhr

Treffpunkt: Eintracht-Frankfurt-Museum

Dauer der Führung: 1,5 bis 2 Stunden - Wegstrecke: ca. 2 Kilometer,  barrierefrei

Information und Anmeldung: iJahn@lsbh.de

 

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