Pressemeldung

Fünf Vereine mit insgesamt 8.000 Euro ausgezeichnet

Mit dem Umwelt-, Natur- und Klimaschutzpreis 2019 hat der Landessportbund Hessen e.V. (lsb h) am Samstag in Frankfurt fünf hessische Sportvereine ausgezeichnet. Dabei wurden der Golf Club Kassel-Wilhelmshöhe e.V., die Sportgemeinde 1886 e.V. Weiterstadt, die Turnerschaft Jahnvolk 1881 Frankfurt e.V., der Turn- und Sportverein „Nassau“ 1920 Beilstein e.V. und der Turnverein 1912 Mühlhausen e.V. für ihre Projekte rund um das Thema Umweltengagement im Sport belohnt. Der Preis als solcher ist mit insgesamt 8.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wurde zu gleichen Teilen, sprich 1.600 Euro je Verein, unter den Siegern aufgeteilt. Die Mittel stammen aus einer Spende des Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen an den Landessportbund.

„Sport und Umwelt sind eng miteinander verbunden. Zum einen findet ein großer Teil der sportlichen Aktivitäten im Freien und in der Natur statt. Zum anderen unterhalten viele unserer Mitgliedsvereine Sportanlagen, Sporthallen und Vereinshäuser und können sich damit auf unterschiedlichste Arten und Weisen aktiv am Umweltschutz beteiligen“, so Dr. Frank Weller. Weller ist im Präsidium des Landessportbundes als Vizepräsident für den Bereich Sportinfrastruktur zuständig. Mit dem Preis, so Weller, habe man die Siegervereine nicht nur für ihr Engagement auszeichnen, sondern sie als beispielgebende „Leuchttürme“ anderen Sportvereinen vorstellen wollen.

Um den Preis hatten sich insgesamt 45 Sportvereine beworben. Jens Prüller, lsb h-Geschäftsbereichsleiter Sportinfrastruktur, zollte allen Bewerbungen Lob. Prüller: „Die eingereichten Projekte zeigen, wie viele Gedanken sich unsere Vereine um Umwelt-, Natur- und Klimaschutz machen und wie nachhaltig sie ihre Sportanlagen unterhalten.“ Das Umweltbewusstsein reiche dabei vom Einbau von Photovoltaikanlagen und LED-Beleuchtungssystemen über Wärmedämmungen an Gebäuden bis hin zur Renaturierung eines Bachlaufs oder der Anlage von Blühwiesen. Maßnahmen, die der Jury mit dem ausgewiesenen Naturschutzexperten  Prof. Dr. Klaus Werk, dem Landschaftsarchitekten Andreas Lindner, DOSB-Umweltexpertin Bianca Quardokus sowie Jens Prüller und Matthias Schwing vom Landessportbund die Auswahl der Preisträger nicht leicht machten. Letztlich entschieden sich die Experten aber mit jeweils einstimmigen Voten für die Siegervereine.

Die Siegervereine und ihre Projekte

Golf Club Kassel-Wilhelmshöhe e.V.
Golfplätze bieten zumeist ideale Voraussetzungen für Renaturierungsmaßnahmen. Der Golf Club Kassel-Wilhelmshöhe e.V. hat gleich mit einem ganzen Bündel sinnvoller Maßnahmen die Landschaft im Bereich seiner Anlage ökologisch erheblich aufgewertet. Dabei wurden im Bereich des Flusses Drusel – hier liegt der Golfplatz – Wildblumen- und Streuobstwiesen angelegt.
Weiterhin wurden gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen Nistkästen gebaut und aufgehängt. Und in Kooperation mit einem Imker siedelte der Verein sechs Bienenvölker, die seitdem fleißig „Vereinshonig“ produzieren, auf der Golfanlage an. Dass quasi „en passant“ Bereiche der Drusel renaturiert wurden, darf ebenfalls nicht unerwähnt bleiben. Insgesamt ist so ein Stück intakter Natur entstanden, das unter anderem Bienen, Insekten und Vögeln idealen Lebensraum bietet.

Turnerschaft Jahnvolk 1881 e.V.
Auf der einen Seite ist es der aktive Umwelt- und Ressourcenschutz, auf der anderen Seite die ökologisch sinnvolle Gestaltung von Vereinsflächen, die die Turnerschaft Jahnvolk als ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit versteht. So installierte der Verein auf den Dächern seiner Vereinsgebäude eine leistungsstarke Photovoltaikanlage. Die Anlage deckt große Teile des Strombedarfs des Vereins und der Vereinsgaststätte ab. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist. Weiterhin investierte der Verein in eine Deckenstrahlheizung und in LED-Beleuchtungstechnik. Beide Maßnahmen senken den Energieverbrauch erheblich und entlasten damit die Umwelt.
Weniger Schadstoffe zu produzieren steht als Gedanke auch hinter der großen Parkplatzanlage für Fahrräder, die der Verein für seine Mitglieder gebaut hat. Denn weniger Autofahrten und mehr Fahrradnutzung bedeutet weniger CO2-Ausstoß. Und zur Verbesserung der Biodiversität im Frankfurter Innenstadtbereich bepflanzte der Verein eine Festwiese mit Bäumen und legte eine 1.000 Quadratmeter große Wildwiese an.

Turn- und Sportverein „Nassau“ 1920 Beilstein e.V.
Naturschutz fängt nicht nur im Kleinen, sondern auch bei den „Kleinen“ an. Kinder und Heranwachsende für die wichtigen Belange der Umwelt zu sensibilisieren, ist die Intention des Projekts „Natur und Sport in Einklang bringen, das der Turn- und Sportverein „Nassau“ 1920 Beilstein e.V. umsetzt. So hat der Verein gemeinsam mit dem örtlichen Naturschutzverein und Schulkindern ein Stück Wald aufgeforstet. Dass die Kinder die Pflege der Schonung übernommen haben, macht die Aktion rund. Zudem lernt der Nachwuchs auf  Wanderungen zu Fischteichen und Wildbienenvölkern die Natur in Reinform kennen. Weiterhin bauen die Vereinsmitglieder Insektenhotels und Nistkästen für Vögel.
Bemerkenswert ist auch, dass der Turn- und Sportverein Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung in seinem Leitbild verankert hat. Die neue Photovoltaikanlage, die ebenfalls neue LED-Flutlichtanlage und die erneuerte Fassadendämmung zeigen plakativ, wie angelegentlich den Beilsteiner Sportlerinnen und Sportlern der Umweltgedanke ist.

Turnverein 1912 Mühlhausen e.V.
Aus der Not eine sinnvolle Tugend gemacht hat der Turnverein 1912 Mühlhausen e.V.. Als die Trainingsstätte der „Turnkids“ umgebaut wurde, musste eine Ausweichmöglichkeit gesucht werden. Die fand sich schließlich in der Natur. Verschiedene Eigentümer stellten dem Verein Wiesen- und Waldflächen zur Verfügung und fortan wurde im Freien geturnt. Dass die Kinder damit auch für die Belange der Natur sensibilisiert wurden, liegt auf der Hand. Als Ergebnis baute der sportliche Nachwuchs Tipis, Bänke und Insektenhotels und legte zwei Blühstreifen an.
„Mühlhausen blüht auf – und ich bin dabei“ lautete gleichzeitig das Motto einer Aktion der Turnkids des TV, die große Wellen schlug. Mit einer Werbeaktion wurden hierin der Gemeinde Flächen zur Anlage von weiteren Blühstreifen gesucht. Das Ergebnis: Insgesamt entstanden 14 neue Blühflächen. Perspektivisch plant der Turnverein für seine knapp 450 Mitglieder die Errichtung einer Outdoor-Sportstätte.

Sportgemeinde 1886 e.V. Weiterstadt
Das Bewusstsein für Natur und Nachhaltigkeit  steht bei der SG Weiterstadt schon seit Ende der neunziger Jahre im Fokus. Der Verein initiierte damals ein groß angelegtes Wassersparprojekt und hat bis heute viele Maßnahmen zur Schonung von Ressourcen und zur Verringerung des Schadstoffausstoßes umgesetzt. Solarpaneel auf den Dächern der Tennishallen und LED-Beleuchtungen gehören dazu.
Das jetzt realisierte Projekt unter dem Titel „Naturnahe Grünflächen“ schließt den Kreis. Stoßrichtung ist dabei das Engagement gegen das Insektensterben. Die Mitglieder bepflanzten Grünflächen auf der Vereinsanlage mit heimischen Wildpflanzen. Steinnelken, Gelber Lein und Taubenskabiose gehörten dazu. Außerdem wurden Lavendel und weitere Pflanzen gesetzt. Damit wurden neue Lebensräume beispielsweise für Bienen und Insekten geschaffen.

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