Coronavirus

Wiedereinstieg

in den Vereinssport

Seit dem 9. Mai ist auf hessischen Sportanlagen (Out- und Indoor) ein Trainingsbetrieb auch für Breiten- und Nachwuchsleistungssport wieder möglich. Für Profi- und Spitzensportler galten bereits vorher Ausnahmeregelungen. Vorrausetzung ist, dass ein ausreichender Personenabstand gewahrt, strenge Hygienebestimmungen eingehalten und weitere Auflagen erfüllt werden. Wettkampfsport bleibt verboten bzw. ist nur im Bereich des Spitzen- und Profisports (unter Auflagen) möglich. Zuschauer sind nicht gestattet. Die Entscheidung für die Öffnung der Sportstätten obliegt den Betreibern, für Schwimmbäder gelten Sonderregelungen.

Den Rahmen, in dessen Grenzen der Vereinssport wieder aufgenommen werden kann, regelt die Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung Hessen (aktuell vom 7. Mai 2020). Sie ist am 9. Mai in Kraft getreten und gilt bis zum 5. Juni 2020. Neben dieser Verordnung hat das Hessische Ministerium des Innern und für Sport (HMdIS) weitere Regelungen und Auflagen im Rahmen eines Erlasses veröffentlicht. Sportartenspezifische Empfehlungen hat der Deutsche Olympische Sportbund auf seiner Webseite zusammengetragen (mehr). Regelungen und Auflagen für den Spitzen- und Profisport sind dem Erlass des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport zu entnehmen.

Welche Vorgaben es konkret gibt, was in Hinblick auf Hygiene und Sanitäranlagen zu beachten ist, wie es in Sachen Haftung etc. aussieht, beantworten wir in unseren

► FAQ: Häufige Fragen zum Wiedereinstieg

 
 

Coronavirus

Weitere Informationen für die Vereinsarbeit

Trotz der erfolgten Lockerungen hat die Corona-Pandemie weiterhin starke Auswirkungen auf den organisierten Sport: Veranstaltungen und Versammlungen können nicht wie geplant stattfinden, digitale Sportangebote spielen eine wichtige Rolle, Vereine kämpfen mit finanziellen Sorgen, etc. Nachfolgend haben wir wichtige Informationen und Links zusammengestellt.

---- Stand: 29.05.2020 ----

lsb h-Bildungsstätten öffnen schrittweise

  • Bildungsstätten: Die Sportschule des Landessportbundes Hessen in der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise 4 bleibt bis zum 14. Juni für den Publikumsverkehr geschlossen. Ab den 15. Juni ist ein schrittweise Öffnung geplant.
    Die  Bildungsstätte Wetzlar öffnet ab Mitte Juni stufenweise ihre Türen, das Camp Edersee ab Juli.

Finanzielle Hilfen

  • Förderprogramm zur Existenzsicherung von gemeinnützigen Sportvereinen: Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport (HMdIS) hat am 21. April ein Förderprogramm speziell für die Existenzsicherung von gemeinnützigen Sportvereinen aufgelegt, die Mitglied im Landessportbund Hessen sind. Beantragt werden kann diese Landeszuwendung von Vereinen, die im ideellen Bereich oder in der Vermögensverwaltung aufgrund der Corona-Virus-Pandemie in eine existenzbedrohliche finanzielle Notlage und/oder einen Liquiditätsengpass geraten sind. Je nach Situation des einzelnen Vereins werden bis zu 10.000 Euro Unterstützung gewährt. mehr
     
  • Soforthilfeprogramm des Landes Hessen für Selbstständige, Freiberufler und kleine Betriebe: Von disem Programm können gemeinnützige Sportvereine profitieren, wenn sie einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten, also unternehmerisch tätig sind. Freiberufliche Trainer/innen und Übungsleiter/innen, die diese Tätigkeit als Haupterwerb betreiben, sind im Programm ebenfalls antragsberechtigt. mehr
     
  • Zahlungen an Sportverbände: Anfang April hat das Ministerium angekündigt, die Jahreszahlungen für die Landestrainer an den lsb h sowie weitere jährlich anfallende Förderungen wie etwa die D-Kader Mittel für die Sportfachverbände sehr zeitnah auszuzahlen. So soll Liquiditätsengpässen entgegengewirkt werden. mehr
     
  • Kurzarbeitergeld in Sportvereinen: Dazu hat der Landessportbund Nordrhein-Westfalen ein hilfreiches Merkblatt zusammengestellt. Es steht hier zur Verfügung.
     
  • Förderung der Sportstiftung Hessen: Die Stiftung wird ihre Förderleistung für Nachwuchs- und Spitzenathletinnen und Athleten auch während der Corona-Krise nicht einschränken. Bei Fragen wenden sich Athletinnen und Athleten an die Stiftung: https://www.sportstiftung-hessen.de/

Rechtliche Fragen

  • Rechtliche Fragen: Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen haben uns zahlreiche rechtliche Fragen erreicht, die Vereine und sonstige Sportorganisationen betreffen. Dr. Frank Weller, Vizepräsident Vereinsmanagement und Rechtsanwalt, hat die wichtigsten davon beantwortet. Seine Einschätzung können Sie hier nachlesen.

Versicherungsschutz

  • Versicherungsschutz: Die ARAG-Sportversicherung hat auf Anfrage des Landessportbundes Hessen e.V. einen weitreichenden Versicherungsschutz für Sportvereine rund um Corona im Rahmen des abgeschlossenen Sportversicherungsvertrag bestätigt. Danach sind u.a. auch die Teilnahme an Online-Sportangeboten der Vereine, die Teilnahme an per Videokonferenz durchgeführter Vorstands-/Abteilungssitzungen oder bestimmtes soziales Engagement versichert. Einzelheiten hier:

Steuerrechtliche Fragen

  • Steuerrechtliche Fragen: Das Bundesfinanzministerium hat am 19. März steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus bekanntgegeben, die auch für Vereine relevant sein können. Das entsprechende Schreiben können Sie hier einsehen.

Musiknutzung und GEMA

  • Musiknutzung und GEMA: Viele Sportvereine und -verbände haben im Verlauf der Corona-Pandemie ihr digitales Angebot deutlich ausgeweitet: Gestreamte Fitnesskurse gehören genauso zum Angebot wie Online-Tutorials zur Laufschule oder Workout-Videos. Wer solche Online-Angebote veröffentlicht und dabei Musik verwendet, muss jedoch einiges beachten. Wir haben die wichtigsten Informationen hier zusammengefasst.

Eigene Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen, einschließlich der Aus-, Fort- und Weiterbildungen des Landessportbundes Hessen, der Sportjugend Hessen und der Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen, sind bis Mitte Juni ausgesetzt. Unter Beachtung der Hygieneauflagen soll ab dem 15. Juni schrittweise zu Präsenzveranstaltungen zurückgekehrt werden.

 

Lizenzverlängerungen

  • Lizenzverlängerungen:Da durch die Vielzahl der abgesagten Veranstaltungen Probleme mit der Lizenzverlängerung entstehen können, hat der Landessportbund für seine Lizenzen, die zum 31.12.2019 abgelaufen sind bzw. zum 30.06.2020 ablaufen, Sonderregelungen beschlossen, durch die Fortbildungszeiträume verlängert werden können. Betroffene Lizenzinhaber/-innen können sich im Geschäftsbereich Schule, Bildung und Personalentwicklung unter 069 6789-108 oder fobst@remove-this.lsbh.de informieren.Grundsätzliche Informationen zur Lizenzverlängerung sind weiterhin hier einsehbar.

Präventionskurse

  • Präventionskurse: Für Präventionskurse im Sportverein, die aufgrund der Pandemie nicht starten können oder unterbrochen wurden, haben die Krankenkassen Sonderregelungen entwickelt, sodass alle Teilnehmer*innen ihre Bezuschussung erhalten. Demnach können begonnene Präventionskurse zu einem späteren Zeitpunkt oder jetzt unter Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie fortgesetzt und abgeschlossen werden. Sollte ein Kurs nicht später fortgesetzt werden können oder die Teilnehmer*innen das spätere Angebot nicht nutzen können, ist nach Empfehlung des GKV-Spitzenverbandes eine Bezuschussung durch die Krankenkassen wenigstens auf Basis der stattgefundenen Kurseinheiten vorzunehmen. In beiden Fällen wird empfohlen, dass die Übungsleitung auf der Teilnahmebescheinigung vermerkt, wie viele Kurseinheiten auf Grund der Corona-Pandemie nicht stattgefunden haben. Weitere Informationen finden Sie im Schreiben der Zentralen Prüfstelle Prävention (Download) und auf der Internetseite des GKV-Spitzenverbandes hier

Kontakt zu Vereinsmitgliedern

Trotz der Lockerungen können viele Sportangebote noch immer nicht stattfinden. Einem Teil der Mitglieder erscheint Sport in der Gruppe - trotz Einhaltung der Abstandsregeln - noch immer zu gefährlich. Für Vereine ist es dennoch wichtig, mit ihnen in Kontakt zu bleiben.

Möglich ist das zum Beispiel in Form von

Vor der Nutzung ist es unter Umständen ratsam, Rücksprache mit dem Datenschutzbeauftragten des Vereins zu halten.


Auch inhaltlich sind die Möglichkeiten vielfältig, um Mitglieder, die nicht am aktuellen Sportangebot teilnehmen (können), zu mehr Bewegung zu animieren. Wir haben einige Beispiele gesammelt:

  • Übungen zur Bewegung für Zuhause
    Auf der Webseite der BzgA kann sich jeder Übungen herunterladen oder Übungskarte nach Hause bestellen.
    Alternativ können eigene Übungen/Bewegungsaufgaben gesammelt und an die Mitglieder verteilt oder kommuniziert werden.
     
  • Bewegungs-Challenges
    Stellen Sie Ihre Mitglieder Woche für Woche vor eine neue Bewegungs-Herausforderung: Wer kann die meisten Liegestütze in einer Minute? Wer hält beim Wandsitzen am längsten durch? Wer kann die Arme mit zwei kleinen Wasserflaschen in der Hand am längsten zur Seite halten? Weitere Ideen für Bewegungs-Challenges finden Sie hier: https://www.adh.de/service/hsp-onlinekurse/challenges/
     
  • Kursstunden/ Bewegungsangebote online
    Die Angebote können selbst gedreht werden und über Videoportalen den Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden (beachten Sie hier auch unsere Informationen zur „Musiknutzung und GEMA“. 
    Alternativ kann auf die Video-Sammlung "Digital verein(t)" auf dieser Website zurückgegriffen werden
     
  • Informationen von Kooperationspartnern oder engagierten Mitgliedern
    Fragen Sie auch bei ihren Kooperationspartnern nach, ob diese kurze Texte, Videos oder bereits im Netz vorhandene Information für die Mitglieder Zuhause haben. So können Kooperationspartner wie Physiotherapeuten, Ökotrophologen, Ärzte oder eifrige Mitglieder zu ihrem Angebot informieren und Tipps und Tricks zu Ernährung, Leben und Bewegung Zuhause geben.
    Die Justus-Liebig-Universität bietet eine kostenfreie Teilnahme an Online-Vorlesungen zu den Themen Bewegung und Psychologie an, die Sie ihren Mitgliedern weitergeben können: https://www.uni-giessen.de/fbz/fb06/vortragsreihe
    Sinnvoll kann es auch sein, Informationen aus Verbänden oder anderen Einrichtungen (Landessportbund, DOSB, Fachverband, lsbh, DOSB, BzgA, Fachverband, etc.) an die Mitglieder weiterzugeben.
     
  • Mitgliederbefragung
    Sie können die Zeit nutzen, um ihre Mitglieder zu befragen. Welche Angebote sollen nach Corona ausgebaut werden, was finden die Mitglieder gut, was vermissen Sie usw. 
    Mit dem Online Programm easyfeedback lässt sich für bis zu 100 Befragte und maximal zehn Fragen ein Online Fragebogen kostenfrei erstellen: https://easy-feedback.de/)
     
  • Vereins/ Mitgliedersteckbrief
    Sie können einen Vereinssteckbrief erstellen: Was vermisse ich, ich freue mich wieder, meine Lieblingsübung oder auch die Vereinsabkürzung steht für mich als Mitglied für: T steht für Team, V steht für Vereint, G steht für großartig… und zusammen sind Wir der TV G)
     
  • Gemeinsame Termine online/per Telefon 
    Nutzen Sie digitale Kontaktmöglichkeiten für gemeinsame Treffen (Austausch). So kann sich der Stammtisch oder die Sportgruppe mal wieder austauschen und gemeinsam Zuhause die Zeit überbrücken.
     
  • Informieren, was der Verein tut
    Sie können über die Sozialen Medien oder die Webseite darüber informieren, was im Verein gerade passiert  / was in der Auszeit umgesetzt wurde. Haben Sie beispielsweise den Kursraum gestrichen, den Geräteraum aufgeräumt, um Platz für neue Kleingeräte zu haben oder den Weg zur Geschäftsstelle neu gepflastert? Lassen Sie es Ihre Mitglieder wissen!

Online-Meeting- und Video-Dienste

Online-Meeting- und Video-Dienste: Videokonferenz statt klassische Vorstandssitzung, virtuelle Trainingseinheit statt gemeinsames Schwitzen in der Halle, Abteilunsversammlung am PC anstatt im Vereinszimmer - aufgrund der Coronakrise werden Videochat- und Online-Meeting-Programme auch für die Vereinsarbeit immer wichtiger. Doch welches Tool ist das richtige? Der Landessportbund Hessen kann hierzu keine pauschalen Empfehlungen aussprechen und verweist darauf, bei der Auswahl der Programme auch den Punkt "Datenschutz" zu beachten.

  • Einen Überblick über Online-Meeting-Prgramme, ihre Vor- und Nachteile gibt es unter www.trusted.de/online-meeting
  • Computer-Bild hat hier die wichtigsten Software-Anbieter für Videochats zusammengestellt. 

Datenschutz bei Online-Meetings, Video-Diensten und mehr

Videokonferenzen und Onlinemeetings, Webinare und Messenger aus Sicht des Datenschutzes
Zum Schutz vor Infektion durch das Corona-Virus und einer möglichen Erkrankung durch COVID-19 arbeiten auch viele Beschäftigte des organsierten Sports im Home-Office. Für die Kommunikation untereinander, mit den Sportkreisen, den Fachverbänden und den Vereinen wird daher der Einsatz von Online-Diensten für Video-und Onlinekonferenzen, -meetings oder Webinaren sowie Messenger notwendig. Bei deren Nutzung müssen aber auch weiterhin die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) eingehalten werden.

Mit VPN
Der einfachste Zugang vom Home-Office in das Netzwerk der Arbeitsstelle ist über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN). Dabei wird eine gesicherte Verbindung (Kanal) durch das öffentliche Netzwerk des Internets vom heimischen Computer zum Netzwerk des Unternehmens eingerichtet. Dann kann man auf die gewohnten Verzeichnisstrukturen zugreifen und die E-Mail-Kommunikation abwickeln, als säße man am Arbeitsplatz. Auch die Sicherheit der Daten und regelmäßige Backups sind gewährleistet. Die weitere Kommunikation kann dann wie ebenso gewohnt telefonisch erfolgen.

Ohne VPN
Ohne VPN muss man für die Erledigung seiner Aufgaben auf verschiedene Online-Dienste zurückgreifen. Für alle Angebote muss gelten: Gleichwertige EU-Dienste sind Diensten aus Drittländern z.B. der USA vorzuziehen.

Wenn Sie Anbieter aus Drittländern einsetzen, müssen Sie sicherstellen, dass das Datenschutzniveau in diesen Ländern den Anforderungen der DSGVO entspricht (Art. 44 bis 49 DSGVO). Die EU-Kommission hat ein angemessenes Datenschutzniveau bereits für einige Länder (Schweiz, Neuseeland, Andorra, Argentinien, die Faröer-Inseln, Guernsey, Japan, Kanada und Israel (z.T.)) festgestellt. Für Unternehmen aus den USA, die über ein Privacy-Shield-Zertifikat verfügen, darf man dies annehmen, bedenklich ist es dennoch.

Dienste mit den datenschutzfreundlichsten Verfahrens-und Einstellungsmöglichkeiten sind auszuwählen, d.h.

  • die Übertragungen sollten verschlüsselt erfolgen.
  • die geschäftliche Nutzung sollte erlaubt sein (da datenschutzrechtliche Zusicherungen auf Geschäftskunden beschränkt sein können). Unter Umständen bieten auch nur bezahlte Versionen die  erforderlichen Datenschutzfunktionen.
  • die Bildschirmübertragung oder Aufzeichnung sollte eine ausdrückliche Zustimmung voraussetzen. Gesprächsverläufe und Aufzeichnungen sollten grundsätzlich nach Gesprächsende gelöscht werden.
  • es sollten keine Verhaltensprofile der Teilnehmer gebildet werden (Profiling) oder diese Funktion sollte abgeschaltet werden können.

Beteiligung Betriebsrat und Datenschutzbeauftragte
Datenschutzbeauftragte sollten schon bei der Auswahl des passenden Dienstes involviert werden. Dasselbe gilt, soweit vorhanden, für den Betriebsrat, da er dem Einsatz der Dienste am Ende zustimmen muss (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Die Zustimmung ist gesetzlich vorgeschrieben, da Konferenzdienste sich zur Überwachung der Mitarbeiter objektiv eignen, selbst wenn keine Überwachung geplant ist.

Abschluss eines Auftragsverarbeitungsvertrages
Anbieter von Video-und Onlinekonferenzdiensten sind grundsätzlich als Auftragsverarbeiter anzusehen, man muss Auftragsverarbeitungsverträge (AVV) nach Maßgabe des Art. 28 DSGVO abschließen. Die meisten Anbieter bieten derartige Vereinbarungen vorgefertigt auf ihren Internetauftritten an, teilweise findet man diese dort unter dem Stichpunkt SCC (Security Certificate Contract).

Bietet der Anbieter nur eine Plattform an, aber keine Kontrolle über die Daten Ihrer Kommunikationspartner (wie z. B. bei Discord oder Twitch), liegt keine Auftragsverarbeitung vor und es müssen somit auch keine Auftragsverarbeitungsverträge geschlossen werden.

Datenschutzfreundliche Voreinstellungen
Wenn man die Dienste einsetzt, sollte man die Einstellungen möglichst datenschutzfreundlich auswählen (“Datenschutz durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen“, Art. 25 Abs. 2 DSGVO). Insbesondere sollte man sich bei jeglichen Tracking-, Beobachtungs-, Protokoll-, Screen-Sharing-und Aufzeichnungs-Funktionen immer fragen, ob diese Funktionen gerade wirklich erforderlich sind und diese im Zweifel lieber abschalten.

Datenschutzhinweise
Der Verantwortliche ist dazu verpflichtet die Kommunikationsteilnehmer unter anderem über die Zwecke, Arten und den Umfang der Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen der Konferenzen oder Webinare zu informieren (Art. 12, 13 DSGVO).

Da sowohl die Mitarbeiter wie auch fremde Teilnehmer belehrt werden müssen, empfiehlt sich diese Informationen in die reguläre Datenschutzerklärung aufzunehmen. Auf die Datenschutzerklärung kann man dann per Link z. B. auf Login-Seiten oder in Einladungen zu einem Onlinemeeting hinweisen.

Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten
In das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30 DSGVO) sollte im Rahmen der aufgeführtenVerarbeitungsprozesse auch der/die eingesetzte/n Konferenzdienst/e aufgenommen werden. Im Prinzip gehören dieselben Informationen hinein wie in die Datenschutzerklärung.

Datenaustausch

E-Mail-Anhang
Der reine Datei-bzw. Datenaustausch kann zum einen mit Anhängen in einer E-Mail erfolgen. Dies ist aber nur für kleinere Dateien/Datenmengen geeignet, die E-Mail-Server setzen da üblicherweise eine Grenze. Da diese Art der Kommunikation jedoch sehr unsicher ist, sollten vertrauliche Daten unbedingt verschlüsselt werden, alles andere wäre fahrlässig.

Zum Verschlüsseln eignen sich z.B. das Dateipackprogramm 7-Zip, bei dem beim Verpacken/Verkleinern ("Zippen") einer Datei ein Passwort vergeben wird, ohne das sich die Datei nicht wieder entpacken lässt. Allerdings ist bei vielen E-Mail-Anbietern oder -Zugängen das Anhängen von ZIP-Dateien nicht gestattet, da potentiell Schadprogramme mit eingepackt werden können, die vom eingesetzten Anti-Virensystem ohne Passwort nicht überprüft werden können.

Alternativ kann man aus den Daten eine PDF-Datei erzeugen und diese mit einem Passwort absichern. Dann lässt sie sich beim Empfänger zwar öffnen, aber nicht mehr ohne Weiteres weiterverarbeiten.

Sinnvoller wäre die durchgängige Verschlüsselung der E-Mail-Kommunikation bereits in der E-Mail-Software unsichtbar und insbesondere komfortabel für den Anwender, dies bietet zurzeit jedoch keiner der Anbieter.

Cloud-Speicher
Bei großen Dateien oder Datenmengen kann man einen Cloud-Speicher benutzen. Je nach Anbieter bzw. deren Server-Standort (Drittland, USA, siehe oben) sollte der Austausch vertraulicher Daten auch hier auf keinen Fall unverschlüsselt ablaufen. Stehen die Server garantiert in der EU oder sogar in Deutschland, dürfen Daten hier auch unverschlüsselt abgelegt werden. Die kostenlosen Angebote sind teilweise auch beschränkt in der Dateigröße, die übertragen werden darf. Nutzt man den Speicher nur zum Datenaustausch und löscht die Daten danach wieder, dann reichen die kostenfreien Angebote fast immer aus.

Konferenzsysteme
Für die einfache Kommunikation von Person zu Person reicht das Telefon aus, die bekannten Grundsätze zum Datenschutz sind zu beachten: kein Mithören, keine Preisgabe von vertraulichen Daten an Unbekannte usw.

Für Telefonkonferenzen bieten sich entsprechende Dienste an, da damit die Durchführung vereinfacht wird, insbesondere bei größeren Teilnehmergruppen. Reicht eine einfache Sprachübertragung nicht mehr aus, kann man Videokonferenzsysteme einsetzen. Noch weiter gehen Angebote zu Onlinemeetings, bei denen man auch den eigenen Bildschirm mit den übrigen Teilnehmern teilen kann, Dateien austauschen usw.

Die drei genannten Konferenzdienste (und durchaus mehr) bieten u.a. die folgenden Online-Angebote. Die Angaben sind Stand Mitte April 2020, dies kann sich in der aktuellen Situation schnell ändern. Die kostenlosen Versionen sind vielfach auch funktional eingeschränkt, bzw. dürfen im geschäftlichen Umfeld nicht benutzt werden. Nähere Informationen findet man dazu auf den entsprechenden Webseiten der Anbieter. Ein Gastgeber ist der, der zur Konferenz einlädt, ein Gastgeber bedeutet somit nur eine Konferenz. Möchte man mehrere Konferenzen zeitgleich abhalten, muss man mehrere Gastgeber-Lizenzen kaufen.

Webinare
Webinare (Webbasierte Seminare) gehören zur großen Gruppe der Angebote des computerunterstützten Lernes (E-Lernen, E-Learning).

Im Unterschied zur Vorlesung einer Unterrichtseinheit auf Abruf, bei dem die Information nur in einer Richtung übertragen wird, ist ein Webinar interaktiv ausgelegt und ermöglicht beidseitige Kommunikation zwischen Vortragendem und Teilnehmern. Ein Webinar ist „live“ in dem Sinne, dass die Informationen innerhalb eines Programms mit einer festgelegten Start-und Endzeit übermittelt wird. In den meisten Fällen werden die mündlichen Erläuterungen des Vortragenden zu dem am Bildschirm Gezeigten per Audio übertragen. Das funktioniert in der Regel auch umgekehrt, wenn der Teilnehmer eine Sprechgarnitur (Headset) oder ein Mikrofon an seinem Computer angeschlossen hat und der Webinar-Moderator ihm Sprechrechte zugeteilt hat. Weitere, typische Interaktionsmöglichkeiten sind das Herunterladen von Dateien, Fragestellungen via Chat oder die Teilnahme an Umfragen.

Messenger
Die Benutzung von Messengern (von eigentlich "Instant Messaging", d.h. dem Nachrichtensofortversand) ist eine Kommunikationsmethode, bei der sich zwei oder mehr Teilnehmer per Textnachrichten unterhalten. Dabei löst der Absender die Übermittlung aus, so dass die Nachrichten möglichst unmittelbar (und damit englisch „instant“) beim Empfänger ankommen. Damit Nachrichten übertragen werden können, müssen die Teilnehmer mit einem Computerprogramm (Client) über ein Netz wie das Internet direkt oder über einen Server miteinander verbunden sein. In der Regel können Nachrichten auch abgeschickt werden, wenn der Gesprächspartner gerade nicht online ist, die Nachricht wird dann vom Server zwischengespeichert und später an den Empfänger ausgeliefert, wenn dieser wieder erreichbar ist. Viele Messenger unterstützen zusätzlich die Übertragung von Dateien und Audio-und Video-Streams. Benutzer können sich gegenseitig in ihrer Kontaktliste führen und sehen dann an der Präsenzinformation, ob der andere zu einem Gespräch bereit ist.

Datenschutztechnisch sind viele Messenger sehr bedenklich oder dürfen im geschäftlichen Umfeld nicht eingesetzt werden. WhatsApp beispielsweise überträgt bereits bei der Installation auf einem Smartphone ohne Zustimmung des Eigentümers und der Kontakte das komplette Adressbuch auf seine Server in den USA. Der Einsatz ist daher auch in vielen Unternehmen verboten.

Besser machen es da Signal, das aus den Kontaktdaten sogenannte "Hashwerte" berechnet, die dann serverseitig gespeichert werden. Eine Rückführung aus dem Hashwert auf den ursprünglichen Kontakt ist mathematisch unmöglich. Zur Überprüfung eines gemeinsamen Kontakts werden die beiden betreffenden Hashwerte auf Gleichheit getestet.

Der kostenpflichtige Messenger Threema aus der Schweiz speichert ebenso keine Kontaktdaten und fragt vorher, ob er Kontaktdaten auf die Server in der Schweiz übertragen darf.

Sonstiges
Die beste Methode zum Dateiaustausch aus dem und ins Home-Office ist zweifelsfrei eine VPN-Verbindung zum Unternehmensnetz. Als bequeme und praktische Alternative bieten sich Cloud-Speicher an, die in Sachen Datenschutz allerdings vielfach bedenklich sind. Hat man die Möglichkeit eines eigenen Servers und scheut den Aufwand nicht, sind selbstverwaltete Cloud-Speicher wie NextCloud die beste Wahl.

NextCloud bietet neben einem Dateispeicher auch Funktionen für Chats und Webmeetings (NextCloud Talk) und E-Mail, Kontakte und Kalender (NextCloud Groupware).

Andreas Hagendorf, Datenschutzbeauftragter

Stand: 23.04.2020

Erreichbarkeit der Geschäftsstelle

  • Erreichbarkeit der Geschäftsstelle: Die Arbeit der Geschäftsstelle des Landessportbundes wurde während der gesamten Corona-Krise aufrechterhalten. Die Geschäftsführung und die Geschäftsbereiche des Landessportbundes, die Sportjugend Hessen sowie der Olympiastützpunkt Hessen sind montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr telefonisch zu erreichen. Eine Liste mit relevanten Telefonnummern ist hier veröffentlicht. Bitte beachten Sie: Die Präsenzzeiten der Mitarbeitenden wurden eingeschränkt. Bitte haben Sie Geduld, wenn Sie nicht sofort den entsprechenden Mitarbeitenden erreichen oder kontaktieren Sie uns per E-Mail.

Neuigkeiten via Social Media und RSS-Feed

  • Social Media: Über alles Wissenswerte, neue Regelungen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den organisierten Sport informieren wir fast täglich über unsere Social Media Kanäle Facebook, Instagram und Twitter. Abbonnieren Sie uns dort und verpassen Sie damit nichts mehr!
     
  • RSS-Feed: Damit Sie nicht mehr jeden Tag proaktiv auf diese Seite schauen und nach Neuigkeiten suchen müssen, haben wir sie mit einem RSS-Feed ausgestattet. Wer automatisch sehen will, ob der Landessportbund Hessen e.V. auf seiner Homepage wichtige Neuigkeiten zum Thema Corona eingestellt hat, muss lediglich einen RSS-Reader für seinen Browser installieren und ihn für diese Seite aktivieren.

Vorsicht vor Neppern

  • Vorsicht vor „kostenfreien“ Angeboten fragwürdiger Anbieter: Der Landessportbund Hessen (lsb h) warnt seine Mitgliedsvereine davor, vorschnell Verträge mit Firmen abzuschließen, die sie scheinbar kostenfrei bei der Sponsorenakquise für bestimmte Anschaffungen unterstützen wollen. Derzeit werden solche telefonischen Angebote – passend zur Corona-Pandemie – etwa für Hygiene- und Erste-Hilfe-Koffer sowie Defibrillatoren unterbreitet. „Wir raten dringend, sich entsprechende Verträge schriftlich zukommen zu lassen und sie eingehend zu prüfen“, sagt Daniela Herrlich, Referentin im Bereich Vereinsmanagement des lsb h. Anders als von einigen Anbietern angedeutet, empfiehlt der Landessportbund auch keine Zusammenarbeit mit solchen Unternehmen.

    „Wir wissen um den Arbeitsaufwand, der in vielen Vereinen zu bewältigen ist. Gerade um Sponsoren erfolgreich zu akquirieren, braucht man ein gutes Konzept, eine Person, die sich kümmert, zudem viel Zeit und Durchhaltevermögen“, so Herrlich. Da erscheine es verlockend, eine Firma mit der Suche nach Sponsoren zu beauftragen. Viele dieser Anbieter handelten jedoch nicht aus Menschlichkeit heraus, sondern mit dem Ziel, selbst größere Gewinne zu erzielen. Konkret bedeutet das: Zwar erhalten Vereine die versprochen Autos, Schaukästen, Defibrillatoren oder ähnliches tatsächlich kostenlos. Mit Gewerbetreibenden aus der Region werden dafür aber Verträge abgeschlossen, die über mehrere Jahre laufen und die Anschaffungskosten des vereinbarten Anschaffungsobjekts um ein Vielfaches übersteigen. „Aus Sicht des Landessportbundes ist deshalb ein direkter Sponsorenvertrag zwischen Verein und Gewerbetreibendem vorzuziehen. Davon haben beide Seiten im Normalfall mehr“, resümiert Herrlich.

    Unter dem Deckmäntelchen der Gemeinnützigkeit würden viele der Firmen auch versuchen, von der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Angst und Unsicherheit zu profitieren. Das zeige sich etwa an den angebotenen Hygienekoffern oder Defibrillatoren. Die Anschaffung von Letzteren  bezuschusst der Landessportbund Hessen übrigens im Rahmen der Sportförderung mit bis zu 50 Prozent (im Rahmen des Guthabens im Vereinsförderungsfonds). Eine Antragstellung vor Anschaffung ist obligatorisch. Zudem hat der Hessische Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS) ein ähnliches Angebot für seine Mitgliedsvereine.

Wichtige Fragen

zum Wiedereinstieg

Finanzhilfe

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Oft gefragt

Rechtliche Einschätzungen

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Schutz für Vereine während Corona

Musiknutzung

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Telefon-Beratung

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