FAQ

Wichtige Fragen

Was sportlich derzeit möglich ist

Ab Sonntag, 5. Dezember, gelten neue Regelungen für den Sport. Sie sind in der aktualisierte Coronavirus-Schutzverordnung (CoSchuV) des Landes Hessen festgehalten. Die Auslegungshinweise finden Sie hier. Ergänzend dazu gibt es hier spezielle Auslegungshinweise für die Jugendarbeit.

Die wichtigsten Fragen zu den ab dem 5. Dezember geltenden Regelungen haben wir in Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport nachfolgend beantwortet. 

(Stand: 6. Dezember 2021)

Welche Regeln gelten ab dem 5. Dez 2021 für den Freizeit- und Amateursport in Hessen?

Der Freizeit- und Amateursport auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist grundsätzlich erlaubt. Auch der Betrieb der Vereins- und Versammlungsstätten ist möglich. Die Regelungen führen jedoch zu einer stärkeren Unterscheidung zwischen Sport im Freien und Sport in gedeckten Anlagen und wirkt sich auf die jeweiligen Gruppengrößen aus. Die aktuelle Verordnung tritt am 5. Dezember 2021 in Kraft. Sie tritt aktuell mit Ablauf des 23. Dezember 2021 außer Kraft.

Für Ungeimpfte ergeben sich Einschränkungen als Folge der allgemeinen Verhaltensbeschränkungen. Sporttreibende, die nicht geimpft oder genesen sind, sind im öffentlichen Raum zu besonderer Rücksichtnahme angehalten. Zudem unterliegen diese Personen weiteren Kontaktbeschränkungen: Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur im Kreis der Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Dies ist beim Sporttreiben im öffentlichen Raum unbedingt zu beachten, etwa bei Wanderungen, Nordic Walking, Läufen, Radtouren oder Rudern. Für geimpfte oder genesene Personen, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen, gelten diese Einschränkungen nicht.

In Sportstätten ist die Sportausübung grundsätzlich zulässig, wenn ein sportartspezifisches Hygienekonzept nach § 5 der Verordnung vorliegt. Bei der Sportausübung muss keine Maske getragen werden.

Zuschauer sind beim Trainings- und Wettkampfbetrieb zulässig, wenn sichergestellt wird, dass diese den allgemeinen Vorgaben für Veranstaltungen (§ 16) nachkommen können (siehe dazu auch Frage zu Sportveranstaltungen).

2G-Regelung für gedeckte Sportstätten

Wichtige Neuerung seit dem 25. November: In gedeckten Sportstätten (Innenbereiche von Sportanlagen bzw. Hallen, auch Reithallen) dürfen nur Personen mit Negativnachweis nach § 3 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 oder 2 anwesend sein. Das sind Personen, die geimpft oder genesen sind. Ausnahmen gelten für Kinder unter 18 und Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.

3G-Regelung für Beschäftigte

Eine Sonderregelung besteht zudem für Beschäftigte in gedeckten Sportstätten (Innenräume): Unabhängig davon, ob sie angestellt, selbstständig oder ehrenamtlich aktiv sind, gelten für sie die Arbeitsschutzregelungen des Bundes. Vor Betreten der gedeckten Sportstätte müssen sie nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind (3G). Zu dieser Gruppe zählen etwa Trainer, Betreuer, Schiedsrichter und ähnliche Personen. Auch ehrenamtlich Tätige und freiberuflich Beschäftigte fallen unter diese Personengruppe und werden Arbeitnehmern gleichgestellt.
 

Schwimmsport

Auch Schwimmsport ist prinzipiell unter den oben genannten Bedingungen möglich. Allerdings dürfen nach § 18 Schwimmbäder, Thermalbäder, Badeanstalten an Gewässern, Saunen und ähnliche Einrichtungen nur für den Publikumsverkehr öffnen, wenn

  1. in Innenräumen nur Geimpfte und Genesene (außer Kinder unter 18 und aus medizinischen Gründen nicht impfbare Personen) anwesend sind, 
  2. ein Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 vorliegt und umgesetzt wird.

Fitnessstudios

Die Öffnung von Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen ist nach § 18 nur zulässig, wenn

  1. in Innenräumen nur Geimpfte und Genesene und
  2. ein Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 vorliegt und umgesetzt wird.

Das Betreiben von Fitnessstudios muss so erfolgen, dass die Vorgaben des § 5 umgesetzt werden können und die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes für Hygienekonzepte beachtet werden.

Es besteht keine Pflicht für eine vorherige Terminvergabe, um ein Fitnessstudio betreten zu können. Für Besucher bzw. Sporttreibende ist das Tragen einer medizinischen Maske während des Aufenthalts nicht vorgeschrieben. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern soll grundsätzlich auch beim Sporttreiben eingehalten werden. Für die Beschäftigten gilt die Maskenpflicht, es sei denn sie üben selbst Sport aus. Den Fitnessstudios vergleichbare ähnliche Einrichtungen sind etwa Yoga/Pilates-, Tanz- und EMS-Studios. Eine Kontaktdatenerfassung erfolgt nicht mehr.
 


Hinsichtlich der geforderten sportartspezifischen Hygienekonzepte wird auf die aktuellen DOSB-Leitplanken zur Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sporttreibens verwiesen.

Welche Auswirkungen hat die 2G-Regel auf den Sportbetrieb?

In allen Sportstätten ist die Sportausübung zulässig, wenn ein sportartspezifisches Hygienekonzept vorliegt.

In gedeckten Sportstätten (z.B. Turnhallen, Tennishallen, überdachte Schießanlagen, Reithallen o.ä.) gilt zusätzlich, dass nur Geimpfte oder Genesene (außer Kinder unter 18 und aus medizinischen Gründen nicht impfbare Personen) anwesend sein dürfen. Dies ist in ungedeckten Sportanlagen (Fußballplätze, Leichtathletikanlagen, etc.), also an der frischen Luft nicht erforderlich.

Der Einlass in die Innenräume von Sportstätten ist also nur Geimpften und Genesenen (außer Kinder unter 18 und aus medizinischen Gründen nicht impfbare Personen) gestattet.

Die für das Tierwohl erforderliche Versorgung von Pferden kann auch in geschlossenen Reitställen ohne Negativnachweis erfolgen. Die sportliche Betätigung, also das Reiten der Pferde, in gedeckten Reitanlagen sowie die Nutzung von Sozial- und Gemeinschaftsräumen ist nur unter 2G-Bedingungen möglich.
 

Daraus resultierende Fragen beantworten wir nachfolgend:

Wer ist für die Einhaltung der 2G-Pflicht verantwortlich?
Der Sportstättenbetreiber ist für die Überwachung der Negativnachweise verantwortlich, dies gilt ebenfalls im Rahmen des Spiel- oder Wettkampfbetriebes hinsichtlich der Kontrolle z.B. der Gastmannschaft. Der Sportstättenbetreiber ist in der Regel der Verein, der für das jeweilige Sportangebot verantwortlich ist.
 

Gilt die 2G-Regel auch für die Benutzung von Umkleiden oder Duschen, wenn die eigentliche Sportausübung (bspw. Fußball) im Freien stattfindet?
Für die Nutzung von Innenräumen in Vereinsheimen, wie Umkleiden und Toiletten gilt ebenfalls die 2G-Regel. Ausnahme könnte hier lediglich ein Einzelner sein, der z.B. während des Trainingsbetriebs die Toilette aufsuchen muss, solange er sich an die AHA-Regelungen hält. Diese Regelung gilt auch für Pferdeställe, die aus Gründen des Tierwohls unter Einhaltung der oben genannten Regeln betreten werden können, nicht aber für die Nutzung von Reithallen.
 

Gilt die 2G-Regel in Innenräumen auch für Trainer/innen und Übungsleitende?
Nein. Für die Beschäftigten in Sportstätten – unabhängig, ob angestellt, selbstständig oder ehrenamtlich  – gilt der Negativnachweis der (auch ehrenamtlich) Beschäftigten nach den Arbeitsschutzregelungen des Bundes (geimpft, genesen oder beim Betreten des Betriebes getestet). Zu dieser Gruppe zählen etwa Trainer, Betreuer, Schiedsrichter und ähnliche Personen. Auch ehrenamtlich Tätige und freiberuflich Beschäftigte fallen unter diese Personengruppe und werden Arbeitnehmern gleichgestellt. Für die Durchführung, Kontrolle und Dokumentation der Tests ist der Arbeitgeber, hier also der Verein, verantwortlich.

Wann sind sogenannte "Negativnachweise" nötig und wie lange gelten schulische Tests?

Nach § 20 CoSchuV ist in gedeckten Sportanlagen ein Negativnachweis nach §3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder 2 notwendig.

Der gesetzliche geforderte Nachweis, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem SARS-CoV2-Virus vorliegen, kann für Personen ab 18 Jahre dabei auf mehreren Wegen erfolgen:

  1. durch einen Impfnachweis im Sinne des § 2 Nr. 3 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung,
  2. durch einen Genesenennachweis im Sinne des § 2 Nr. 5 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung,

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können  den Nachweis durch die Teilnahme an einer regelmäßigen Testung im Rahmen eines verbindlichen Schutzkonzepts für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende an Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen nach § 33 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes (beispielsweise ein Testheft für Schülerinnen und Schüler mit Eintragungen der Schule oder der Lehrkräfte) erbringen.
Achtung: Schulen sind zur Herausgabe der Testhefte verpflichtet, es dient als Grundlage für Sportbetrieb, aber auch weiterer Aktivitäten der Schüler/innen. Sollten mehrere Schüler/innen einer Schule übereinstimmend berichten, dass die Herausgabe nicht erfolgt, sollte der Kontakt zur Schule gesucht werden.

Soweit nach dieser Verordnung ein Negativnachweis zu führen ist, kann dieser bei Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und dies durch ein schriftliches ärztliches Zeugnis, das auch den vollständigen Namen und das Geburtsdatum enthält, nachweisen, auch durch einen Testnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, 4 oder 5 geführt werden;

Für Kinder unter 6 Jahre und Kinder, die noch nicht eingeschult sind, besteht generell keine Testerfordernis.

 

Sonderfall schulische Tests

Wie lange sind die schulischen Tests gültig, die mittels des Testheftes durch die Schulen dokumentiert werden?

Eine festgelegte zeitliche Geltungsdauer des einzelnen (negativen) Tests gibt es nicht. Es genügt die regelmäßige Aktualisierung des Testheftes im Rahmen der Teilnahme am verbindlichen schulischen Schutzkonzept. Einzelne Unterbrechungen sind unschädlich. Die laufende Ferienwoche ist dabei wie eine Unterbrechung im zuvor genannten Sinne zu bewerten. Bei Schülerinnen und Schülern aus anderen Bundesländern, in denen kein entsprechendes Testheft existiert, reicht der Schülerausweis, da in allen Ländern Testkonzepte bestehen. Das HKM weist darauf hin, dass die Schulen informiert sind, die Testhefte nicht einzubehalten.

Wer kontrolliert den Negativnachweis, bevor ein Training oder ein Spiel stattfindet?

Der Sportstättenbetreiber ist für die Überwachung der Negativnachweise verantwortlich, dies gilt ebenfalls im Rahmen des Spiel- oder Wettkampfbetriebs hinsichtlich der Kontrolle z.B. der Gastmannschaft. Der Sportstättenbetreiber ist in der Regel der Verein, der für das jeweilige Sportangebot verantwortlich ist. Auf die Veröffentlichungen der Fachverbände zum Ligabetrieb wird hingewiesen.

Wie können Sportveranstaltungen stattfinden?

Zuschauer sind beim Trainings- und Wettkampfbetrieb zulässig, wenn sichergestellt wird, dass diese den allgemeinen Vorgaben für Veranstaltungen (siehe § 16) nachkommen können.

Nehmen an einer Veranstaltung mehr als 10 Personen teil, die nicht als Sportler/innen, Trainer/innen, Betreuer/innen, Ärztnnen und Ärzte etc. im Einsatz sind, gelten besondere Regelungen. Sie sind nur dann zulässig, wenn

  1. im Freien
    a) bei mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nur Personen mit Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 eingelassen,
    b) ab 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Genehmigung der zuständigen Behörde vorliegt,
    c) die 3.000 Plätze übersteigende Kapazität des Veranstaltungsortes auf 25 Prozent beschränkt wird.

    Das bedeutet, dass in ein Stadion mit einem Fassungsvermögen 51.000 Zuschauern die erlaubten 3.000 Zuschauer abgezogen werden. Von den verbliebenen 48.000 Plätzen dürfen 25 Prozent belegt werden. Dies ergibt eine Summe von 15.000 Zuschauern, die zugelassen sind.

    In Gedrängesituationen, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können, ist eine medizinische Maske zu tragen.
     
  2. in geschlossenen Räumen
    a) nur Personen mit Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder 2 eingelassen werden; bei mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern müssen diese darüber hinaus einen Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, 4 oder 5 vorlegen (Schnelltest, PCR-Test oder Testheft),
    b) ab 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Genehmigung der zuständigen Behörde vorliegt,

    Das bedeutet, dass in gedeckten Veranstaltungsorten das jeweilige Fassungsvermögen komplett ausgeschöpft werden darf, wenn die hierfür gültigen Voraussetzungen erfüllt sind (2-G-plus-Regelung). Bei der Berechnung werden auch Kinder unter 6 Jahren mitgezählt, sie müssen jedoch selbst keinen Negativnachweis vorlegen.

    In den Innenräumen muss generell eine medizinische Maske getragen werden. Sie darf am Sitzplatz für den Verzehr von Speisen und Getränken zeitweise abgenommen werden.
     
  3. ein Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 vorliegt und umgesetzt wird.


Das nach Nr. 3 erforderliche Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 muss u.a. Maßnahmen zur Ermöglichung der Einhaltung von Mindestabständen oder andere geeignete Schutzmaßnahmen beinhalten. Entscheidend ist, dass wirkungsvolle Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsrisikos getroffen sind. Auch ein sog. (doppeltes) „Schachbrettmuster“, bei dem reihenversetzt abwechselnd (zwei) Plätze besetzt werden und (zwei) Plätze freibleiben, oder die Bildung von Sitzgruppen von höchstens 10 Personen mit ausreichendem Mindestabstand zur jeweils nächsten Gruppe sind eine geeignete Schutzmaßnahme im Sinne des § 5 Nr. 2.

Dürfen Vereins- und Versammlungsräume öffnen?

Vereins- und Versammlungsstätten können geöffnet werden. Finden darin etwa Vorstandssitzungen oder Mannschaftsbesprechungen statt, so gelten die in der Corona-Schutzverordnung unter § 16 aufgeführten Vorgaben für Zusammenkünfte und Veranstaltungen entsprechend. Findet in den Räumen ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb statt, also mit Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit, dann gelten die Regelungen, wie sie die CoSchuV in § 22 für die Gaststätten bzw. konkret die Innengastronomie vorsieht, entsprechend.

Unter welchen Voraussetzungen können derzeit Mitgliederversammlungen stattfinden?

Darüber sowie über mögliche Alternativen zu Präsenz-Versammlungen informieren wir ausführlich in unseren rechtlichen Fragen.

Spezifische Fragen

Wer trägt die Verantwortung dafür, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden?

Die Verantwortung für die Einhaltung der Hygienevorschriften liegt bei dem Betreiber der Sportstätte; also dem Verein oder der Kommune oder auch dem privaten Unternehmer, der ein Sportangebot für Kunden anbietet.

Gibt es Arbeitshilfen für die Erstellung eines Hygienekonzepts?

Ob die Beachtung der sportartspezifischen Verbandskonzepte ausreicht oder eigene Konzepte entwickelt werden, liegt in der Verantwortung des jeweiligen Betreibers einer Sportstätte und ist immer sportartspezifisch zu beantworten. Hygiene und Desinfektionsmaßnahmen sind ein unverzichtbarer Teil zur Eindämmung der Pandemie und sollten verpflichtend durchgeführt werden.  

Wir empfehlen, sich grundsätzlich an den Leitplanken des DOSB zu orientieren.
Auf seiner Webseite hat der DOSB auch weitere wichtige Informationen und Arbeitshilfen zum Thema Hygiene und Sport zusammengestellt: https://www.dosb.de/medienservice/coronavirus (rechte Spalte).


Darüber hinaus können auch diese Hinweise bei der Erarbeitung eines Hygienekonzepts helfen:

Welche Regeln gelten aktuell für den Schulsport?

Der Schulsport findet regulär statt. Weitere Vorgaben wurden durch das Hessische Kultusministerium an die Schulen übermittelt. Die wichtigsten Informationen zum Schulsport (ab 8.11.2021) finden Sie hier: https://zfs.bildung.hessen.de/corona-support/index.html

Weitere Informationen sowie die aktuellen Hygienepläne finden Sie immer auf der Webseite des Hessischen Kultusministeriums.

Die Anlage 2 des Hygieneplans (Sportunterricht und außerunterrichtliche Sport- und Bewegungsangebote während der Corona-Pandemie) können Sie zudem hier einsehen.

Gibt es eine Einschätzungen zum Einsatz von Geräten zur Innenraumluftreinigung in Sportanlagen?

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie stellt sich verstärkt die Frage nach dem Einsatz von Luftreinigungsgeräten, insbesondere mit Blick auf die Anschaffung entsprechender zusätzlicher Geräte für den Einsatz in Sportanlagen (ähnlich wie in Schulen und Büroräumen).

Der Einsatz von zusätzlichen Luftreinigungsgeräten zur Pandemiebekämpfung wird aus Sicht des Landessportbundes Hessen zurückhaltend bewertet.

Der Begriff „Luftreiniger“ ist kein geschützter Begriff und wird derzeitig für eine Vielzahl von Geräten verwendet, die weder über ein einheitliches Wirkprinzip noch über vergleichbare Qualitätskriterien verfügt. Zusätzlich sind die Praxisbedingungen für einen ordnungsgemäßen Betrieb von besonderer Bedeutung (Luftströmungen, etc.).

  • Die wissenschaftlichen Erkenntnisse – insbesondere für Sport in Sporträumen wie z.B. Turn- und Sporthallen – sind nicht vorhanden, häufig zu ungenau bzw. nicht übertragbar (dies gilt insbesondere für Räume mit großem Raumluftvolumen bzw. verschiedene Technikkomponenten wie z.B. Warmluftheizungen und sportlicher Aktivität). 
  • Der Gerätemarkt ist sehr unübersichtlich und die technischen Anforderungen unspezifisch. Vor einem Kauf sollte eine Bestandsaufnahme und Risikobewertung der lufthygienischen Raumsituation durch Fachpersonal erfolgen. Laien können die Eignung der Geräte nicht vollständig einschätzen. Zusätzlich ist die Wirksamkeit der Geräte im Vergleich zur manuellen Lüftung der Räume von vielen Faktoren abhängig, z.B. Witterung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftzirkulation der Umgebung, sportbezogene Nutzung.
  • Die sportspezifischen Coronaregeln des Landes Hessen, insbesondere die „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie“ enthalten keine Vorgaben oder Empfehlungen für den Einsatz von Luftreinigungsgeräten. Eine Verwendung von Lüftungsanlagen ist nach den einheitlichen Vorgaben des Landes, welche zwischen den Ministerien (insbesondere Sport und Gesundheit) abgestimmt sind, weder gefordert noch notwendige Voraussetzung für eine Ausübung des Sportbetriebes gemäß den Vorgaben der Verordnung.
  • Der Einsatz der Geräte kann eine falsche Sicherheit suggerieren. Entscheidend ist alleine die Einhaltung der Vorgaben der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung in der jeweils aktuellen Fassung.
  • Die Verwendungsbestimmungen sehen in der Regel vor, dass die Geräte zumeist im jeweiligen Raum aufgestellt werden müssen. Dies birgt zusätzliche Risiken wie z.B. Unfallgefahr, Diebstahl, Sekundäremissionen (bei UV-C, plasma- oder ozonbasierten Geräten).

Fazit

In kleinen Konferenzräume können passende Luftreiniger, je nach Belüftungslage, eine mögliche Ergänzung sein. Ein sinnvoller Einsatz in Sportanlagen ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Mit Blick auf die für Vereine entstehenden Kosten und Verantwortlichkeiten, verbunden mit einer fehlenden wissenschaftlichen Nützlichkeitsstudie kann der lsb h die Anschaffung von Luftreinigern für den Sportbetrieb aktuell nicht als sinnvoll empfehlen. Aus den genannten Gründen ist derzeit eine Förderung sowohl durch das HMdIS wie auch den lsb h nicht vorgesehen.

Wie können Profi-Sportler und Berufssportler ihrem Beruf nachgehen?

Der Erlass des HMDIS vom 3. November 2020 gilt weiterhin. Er kommt derzeit nicht zur Anwendung, da der Sportbetrieb insgesamt vollumfänglich erlaubt ist und auch der Profi- und Berufssport gestaltet werden kann.

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