FAQ

Wichtige Fragen

Was sportlich derzeit möglich ist

Seit Montag, dem 17. Januar 2022, gilt die neue Coronavirus-Schutzverordnung (CoSchuV) des Landes Hessen. Sie enthält neue Regelungen, die auch den Sport betreffen. Lesen Sie hierzu auch die entsprechenden Auslegungshinweise.

Die wichtigsten Fragen zu den ab dem 17. Januar 2022 geltenden Regelungen haben wir in Abstimmung mit dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport nachfolgend beantwortet. 

(Stand: 17. Januar 2022)

Welche Regeln gelten ab dem 17. Januar 2022 für den Freizeit- und Amateursport in Hessen?

Der Freizeit- und Amateursport auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist vollumfänglich erlaubt. Auch der Betrieb der Vereins- und Versammlungsstätten ist möglich. Die Regelungen führen jedoch zu einer stärkeren Unterscheidung zwischen Sport im Freien und Sport in gedeckten Anlagen und wirkt sich auf die jeweiligen Gruppengrößen aus. Bei Veranstaltungen wird die Zahl der Teilnehmer stark reduziert. Paragraph 27 der Corona-Schutzverordnung enthält regionale Schutzmaßnahmen, die gelten, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz über 350 steigt. Die aktuelle Verordnung tritt am 17. Januar 2022 in Kraft. Sie tritt aktuell mit Ablauf des 10. Februar 2022 außer Kraft.

In Sportstätten ist die Sportausübung grundsätzlich zulässig, wenn ein sportartspezifisches Hygienekonzept nach § 5 der Verordnung vorliegt. Bei der Sportausübung muss keine Maske getragen werden.

Zuschauer sind in gedeckten Sportanlagen bis zur Obergrenze von maximal 250 beim Trainings- und Wettkampfbetrieb zulässig, wenn sichergestellt wird, dass diese den allgemeinen Vorgaben für Veranstaltungen (siehe § 16) nachkommen können. Im Freien sind bis zu 1.000 Zuschauer erlaubt. Bei sämtlichen Veranstaltungen, die in geschlossenen Räumen stattfinden, besteht die Pflicht, eine medizinische Maske zu tragen. Bei Veranstaltungen im Freien mit mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern herrscht ebenfalls eine Maskenpflicht. (Siehe dazu auch Frage zu Sportveranstaltungen).

2G-Regelung für gedeckte Sportstätten

In gedeckten Sportstätten (Innenbereiche von Sportanlagen bzw. Hallen, auch Reithallen) dürfen nur Personen anwesend sein, die geimpft oder genesen sind (Geimpfte und Genesene mit Negativnachweis nach § 3 Absatz 1, Satz 1, Nummer 1 oder 2. Corona-Schutzverordnung), ausgenommen Kinder unter 18 und aus medizinischen Gründen nicht impfbare Personen.

ACHTUNG: In Landkreisen oder kreisfreien Städten, in denen die Inzidenz über 350 liegt, gelten besondere Regeln. Dort gilt auch in ungedeckten Sportstätten die 2G-Regel (mit Ausnahme von Kindern unter 18), in gedeckten Sportstätten ist der Zutritt nur mit 2G und einem Test zulässig. Dabei  gilt für den Einlass zu gedeckten Sportstätten, Einrichtungen und Sport-Veranstaltungen auch: Eine sogenannte Booster-Impfung oder Auffrischungsimpfung befreit den Bürger von dem verpflichtenden zusätzlichen Testnachweis, sollten Zugangsregeln nach dem Modell 2G-Plus gelten. Es gibt weitere Ausnahmefälle, die im Zusammenhang mit einem Negativnachweis nach §3 präzisiert werden.

3G-Regelung für Beschäftigte

Für die Beschäftigten in Sportstätten – unabhängig ob angestellt, selbstständig oder ehrenamtlich gilt der Negativnachweis der (auch ehrenamtlich) Beschäftigten nach den Arbeitsschutzregelungen des Bundes (geimpft, genesen oder beim Betreten des Betriebes getestet). Zu dieser Gruppe zählen etwa Trainer, Betreuer, Schiedsrichter und ähnliche Personen. Auch ehrenamtlich Tätige und freiberuflich Beschäftigte fallen unter diese Personengruppe und werden Arbeitnehmern gleichgestellt, sofern Ihre Anwesenheit in der Sportstätte aus dienstlichen Gründen erforderlich ist.

Einschränkungen für Ungeimpfte beim Sporttreiben im öffentlichen Raum

Im öffentlichen Raum, also außerhalb von Sportstätten ergeben sich weitere Einschränkungen: Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur bis zu einer Gruppengröße von höchstens zehn Personen gestattet. Das heißt, an Wanderungen, Laufgruppen, Ausritten oder dem Fußballspiel in einem öffentlichen Park dürfen maximal zehn Personen teilnehmen.   

Sporttreibende, die nicht geimpft oder genesen sind, sind im öffentlichen Raum zu besonderer Rücksichtsname angehalten. Zudem unterliegen diese Personen weiteren Kontaktbeschränkungen: Aufenthalte im öffentlichen Raum sind sobald mindestens eine ungeimpfte Person dabei ist nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushaltes sowie mit maximal zwei Personen eines weiteren Haushaltes gestattet. Dies ist beim Sporttreiben im öffentlichen Raum unbedingt zu beachten, etwa bei Wanderungen, Nordic Walking, Läufen, Radtouren oder Rudern. Für geimpfte oder genesene Personen, Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen gelten diese Einschränkungen nicht.

Tanzkurse
Tanzkurze in Tanzschulen und anderen Einrichtungen unterfallen § 20. Es handelt sich um die Ausübung von Sport.

Schwimmsport

Auch Schwimmsport ist prinzipiell unter den oben genannten Bedingungen möglich. Allerdings dürfen nach § 18 Schwimmbäder, Thermalbäder, Badeanstalten an Gewässern, Saunen und ähnliche Einrichtungen nur für den Publikumsverkehr öffnen, wenn

  1. in Innenräumen nur Geimpfte und Genesene (außer Kinder unter 18 und aus medizinischen Gründen nicht impfbare Personen) anwesend sind, 
  2. ein Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 vorliegt und umgesetzt wird.

Fitnessstudios

Die Öffnung von Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen ist nach § 18 nur zulässig, wenn

  1. in Innenräumen nur Geimpfte und Genesene und
  2. ein Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 vorliegt und umgesetzt wird.

Das Betreiben von Fitnessstudios muss so erfolgen, dass die Vorgaben des § 5 umgesetzt werden können.

Es besteht keine Pflicht für eine vorherige Terminvergabe, um ein Fitnessstudio betreten zu können. Für Besucher bzw. Sporttreibende ist das Tragen einer medizinischen Maske während des Aufenthalts nicht vorgeschrieben. Ein Mindestabstand von 1,5 Metern soll grundsätzlich auch beim Sporttreiben eingehalten werden. Für die Beschäftigten gilt die Maskenpflicht, es sei denn sie üben selbst Sport aus. Den Fitnessstudios vergleichbare ähnliche Einrichtungen sind etwa Yoga/Pilates-, Tanz- und EMS-Studios. Eine Kontaktdatenerfassung erfolgt nicht mehr.
 

Rehabilitationssport
Die Durchführung von Rehabilitationssport nach § 64 des Sozialgesetzbuches ist zulässig. Hier gelten die in § 20 der Corona-Schutzverordnung aufgeführten Nachweispflichten nicht. Für die Durchführung gesonderter Kurse im Rahmen des Rehabilitationssports in Gruppen gemäß § 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX gelten die Einschränkungen des § 18 Abs. 1 und 2 nicht.



Hinsichtlich der geforderten sportartspezifischen Hygienekonzepte wird auf die aktuellen DOSB-Leitplanken zur Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sporttreibens verwiesen.

(Stand: 17. Januar 2022)

In welchem Umfang ist Wintersport möglich?

Der Betrieb von Eisbahnen unter freiem Himmel ist zulässig, dabei gelten die Regelungen gemäß §20 der Corona-Schutzverordnung für den Freizeit- und Amateursport auf Sportanlagen. Der Betrieb von Eishallen ist gemäß § 20 der Corona-Schutzverordnung unter Anwendung des 2G-Modells erlaubt. Das Betreiben und Nutzen von Skiliften ist in Hessen zulässig. Dabei gelten die Regelungen für den Sportbetrieb im Freien. Das Betreten von geschlossenen Gondeln ist zulässig, hier gelten die Regelungen gemäß §20 der Corona-Schutzverordnung für den Betrieb in gedeckten Sportanlagen (2G-Modell).

Es ist grundsätzlich zulässig, einen Abfahrtshang mit einem Schlitten, Snowboard, Skiern oder ähnlichem zu befahren. Dabei sind die Vorgaben für das Sporttreiben (bzw. den Aufenthalt) im öffentlichen Raum zu beachten. Unter gleichen Vorgaben ist Ski-Langlauf gestattet. Zum Zweck des Ski-Langlaufs dürfen Loipen gespurt werden.

(Stand: 17. Januar 2022)

Welche Auswirkungen hat die 2G-Regel auf den Sportbetrieb?

In allen Sportstätten ist die Sportausübung zulässig, wenn ein sportartspezifisches Hygienekonzept vorliegt.

In gedeckten Sportstätten (z.B. Turnhallen, Tennishallen, überdachte Schießanlagen, Reithallen o.ä.) gilt zusätzlich, dass nur Geimpfte oder Genesene (außer Kinder unter 18 und aus medizinischen Gründen nicht impfbare Personen) anwesend sein dürfen. Dies ist in ungedeckten Sportanlagen (Fußballplätze, Leichtathletikanlagen, etc.), also an der frischen Luft nicht erforderlich.

Der Einlass in die Innenräume von Sportstätten ist also nur Geimpften und Genesenen (außer Kinder unter 18 und aus medizinischen Gründen nicht impfbare Personen) gestattet.

Die für das Tierwohl erforderliche Versorgung von Pferden kann auch in geschlossenen Reitställen ohne Negativnachweis erfolgen. Die sportliche Betätigung, also das Reiten der Pferde, in gedeckten Reitanlagen sowie die Nutzung von Sozial- und Gemeinschaftsräumen ist nur unter 2G-Bedingungen möglich.
 

Daraus resultierende Fragen beantworten wir nachfolgend:

Wer ist für die Einhaltung der 2G-Pflicht verantwortlich?
Der Sportstättenbetreiber ist für die Überwachung der Negativnachweise verantwortlich, dies gilt ebenfalls im Rahmen des Spiel- oder Wettkampfbetriebes hinsichtlich der Kontrolle z.B. der Gastmannschaft. Der Sportstättenbetreiber ist in der Regel der Verein, der für das jeweilige Sportangebot verantwortlich ist.
 

Gilt die 2G-Regel auch für die Benutzung von Umkleiden oder Duschen, wenn die eigentliche Sportausübung (bspw. Fußball) im Freien stattfindet?
Für die Nutzung von Innenräumen in Vereinsheimen, wie Umkleiden und Toiletten gilt ebenfalls die 2G-Regel. Ausnahme könnte hier lediglich ein Einzelner sein, der z.B. während des Trainingsbetriebs die Toilette aufsuchen muss, solange er sich an die AHA-Regelungen hält. Diese Regelung gilt auch für Pferdeställe, die aus Gründen des Tierwohls unter Einhaltung der oben genannten Regeln betreten werden können, nicht aber für die Nutzung von Reithallen.
 

Gilt die 2G-Regel auch für Trainer/innen, Übungsleitende sowie Leistungssportler/innen, Kaderathlet/innen und Berufssportler/innen?
Für die Beschäftigten in Sportstätten – unabhängig ob angestellt, selbstständig oder ehrenamtlich – gilt der Negativnachweis der (auch ehrenamtlich) Beschäftigten nach den Arbeitsschutzregelungen des Bundes (geimpft, genesen oder beim Betreten des Betriebes getestet). Diese Regelung gilt auch für die Sportlerinnen und Sportler des Spitzen- und Profisports laut Erlass des HMdIS vom 3.11.2020.

Zur Gruppe der Beschäftigten in Sportstätten zählen etwa Trainer, Betreuer, Schiedsrichter und ähnliche Personen. Auch ehrenamtlich Tätige und freiberuflich Beschäftigte fallen unter diese Personengruppe und werden Arbeitnehmern gleichgestellt.

Für die Durchführung, Kontrolle und Dokumentation der Tests ist der Arbeitgeber, hier also der Verein, verantwortlich.

(Stand: 17. Januar 2022)

Welche zusätzlichen Möglichkeiten gibt es, die 2G-plus-Regeln zu erfüllen?

In gedeckten Sportstätten braucht man zum Betreten zusätzlich zu den 2G-Vorgaben noch einen negativen Corona-Schnelltest.
Folgende Menschen brauchen keinen Test:

  • Dreifach Geimpfte (geboostert),
  • Menschen, die genesen und doppelt geimpft sind,
  • Personen, die doppelt geimpft und genesen  sind,
  • Personen, die geimpft, genesen und wieder geimpft sind,
  • frisch doppelt Geimpfte (bis maximal drei Monate, ab dem Tag der Zweitimpfung),
  • frisch Genesene (maximal drei Monate, ab dem Tag des positiven PCR-Tests),
  • Personen, die genesen und frisch einmal geimpft sind (auch hier: bis maximal drei Monate, ab dem Tag der Impfung).

Ausnahmen gelten für Kinder bis zur Einschulung, sie müssen nicht getestet werden. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre und Personen, die sich nicht impfen lassen können benötigen einen aktuellen Test oder ein Testheft. Bei doppelt geimpften oder genesenen Schülerinnen und Schülern gilt das Testheft.

 


(Stand: 17. Januar 2022)

Welche Regelungen treten in Kraft, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert von 350 übersteigt?

Überschreitet in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die durch das Robert Koch-Institut veröffentlichte Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) den Schwellenwert von 350, so gilt ab dem nächsten Tag für den Sportbetrieb:

In ungedeckten Sportstätten dürfen dann nur geimpfte oder genesene Personen eingelassen werden, also gilt die 2G-Regelung (mit Ausnahme von Kinder unter 18 Jahren).

In gedeckte Sportstätten dürfen nur geimpfte und genesene Personen mit einem zusätzlichen Test eingelassen werden (2G-Plus-Regelung). Dies gilt jeweils nicht für Kinder unter 18 oder Personen die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Dies gilt nicht für (auch ehrenamtlich) Beschäftigte, für die die Arbeitsschutzregelungen des Bundes gelten (s.o.)

Bei Sportveranstaltungen im Innenbereich gilt die 2G-Plus-Regelung und die Begrenzung auf maximal 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Personen mit einer Auffrischungsimpfung (Booster) benötigen in Bereichen, die unter die 2G-plus-Regel fallen, keinen zusätzlichen Negativnachweis.

Bei Veranstaltungen im Freien gilt die 2G-Regel und die Begrenzung auf maximal 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die Anwendung dieser Regelungen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt endet, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 350 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschreitet, ab dem nächsten Tag. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration gibt auf seiner Homepage die jeweiligen Tage bekannt, ab dem die Regelungen für einen Landkreis oder eine kreisfreie Stadt Anwendung findet und ab dem die Anwendung endet.

(Stand: 17. Januar 2022)

Wann sind sogenannte "Negativnachweise" nötig und wie lange gelten schulische Tests?

Nach § 20 CoSchuV ist in gedeckten Sportanlagen ein Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder 2 notwendig.

Der gesetzliche geforderte Nachweis, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem SARS-CoV2-Virus vorliegen, kann für Personen ab 18 Jahre dabei auf mehreren Wegen erfolgen:

  1. durch einen Impfnachweis im Sinne des § 2 Nr. 3 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung,
  2. durch einen Genesenennachweis im Sinne des § 2 Nr. 5 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung, oder

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können den Nachweis durch die Teilnahme an einer regelmäßigen Testung im Rahmen eines verbindlichen Schutzkonzepts für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende an Schulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen nach § 33 Nr. 3 des Infektionsschutzgesetzes (beispielsweise ein Testheft für Schülerinnen und Schüler mit Eintragungen der Schule oder der Lehrkräfte) erbringen. Das Testheft von Schülerinnen und Schülern gilt sowohl für 2-G, als auch für 2-G-plus-Geltungsbereiche als Negativnachweis. Ungeimpfte Schülerinnen und Schüler können mithin unter unveränderten Voraussetzungen gedeckte Sportanlagen betreten, für die eine 2-G-plus Regelung gilt.

Schülerinnen und Schüler, die geimpft oder genesen sind, können an den regelmäßigen Schultestungen teilnehmen.  Es wird dringend empfohlen, dies wahrzunehmen.. Es wird dringend empfohlen, dies anzunehmen. Dies führt im Vereinssport zu einem vertrauensvolleren Umgang der Schülerinnen und Schüler untereinander.

Achtung: Schulen sind zur Herausgabe der Testhefte verpflichtet, es dient als Grundlage für Sportbetrieb, aber auch weiterer Aktivitäten der Schüler/innen. Sollten mehrere Schüler/innen einer Schule übereinstimmend berichten, dass die Herausgabe nicht erfolgt, sollte der Kontakt zur Schule gesucht werden.

Soweit nach dieser Verordnung ein Negativnachweis zu führen ist, kann dieser bei Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und dies durch ein schriftliches ärztliches Zeugnis, das auch den vollständigen Namen und das Geburtsdatum enthält, nachweisen, auch durch einen Testnachweis nach Satz 1 Nr. 3 oder 5 geführt werden; ein zertifizierter Schnelltest unter Aufsicht eines Vereins oder eines Betreibers einer Sportstätte ist zur Erfüllung des Negativnachweises zulässig.

Soweit nach der aktuellen Verordnung ein Negativnachweis zu führen ist, gilt dies nicht für Kinder unter 6 Jahren und nicht für Kinder, die noch nicht eingeschult sind.

Der Negativnachweis kann auch durch eine Auffrischungsimpfung erbracht werden. Eine Auffrischungsimpfung ist eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff nach einer bereits erhaltenen vollständigen Schutzimpfung nach § 2 Nr. 3 der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung.

Die Auffrischungsimpfung besteht aus

  • einer dritten Impfung nach zweimaliger Impfung mit den Impfstoffen von Astrazeneca/BioNTech/Moderna,
  • einer zweiten Impfung nach einer Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson oder
  • einer zweiten Impfung einer genesenen Person.

Vgl. im Einzelnen: https://www.zusammengegencorona.de/impfen/aufklaerung-zum-impftermin/auffrischungsimpfung/
 

Sonderfall schulische Tests

Wie lange sind die schulischen Tests gültig, die mittels des Testheftes durch die Schulen dokumentiert werden?

Eine festgelegte zeitliche Geltungsdauer des einzelnen (negativen) Tests im Testheft gibt es nicht. Es genügt die regelmäßige Aktualisierung des Testheftes im Rahmen der Teilnahme am verbindlichen schulischen Schutzkonzept. Einzelne Unterbrechungen sind unschädlich. Das Testheft gilt auch an Wochenenden und in den Schulferien als aktueller Negativnachweis nach § 3.
In den Ferien wird eine regelmäßige Teilnahme an Bürgertestungen empfohlen. Bei Schülerinnen und Schülern aus anderen Bundesländern, in denen kein entsprechendes Testheft existiert, reicht der Schülerausweis, da in allen Ländern Testkonzepte bestehen.
(Stand: 17. Januar 2022)

Wer kontrolliert den Negativnachweis, bevor ein Training oder ein Spiel stattfindet?

Der Sportstättenbetreiber ist für die Überwachung der Negativnachweise verantwortlich, dies gilt ebenfalls im Rahmen des Spiel- oder Wettkampfbetriebs hinsichtlich der Kontrolle z.B. der Gastmannschaft. Der Sportstättenbetreiber ist in der Regel der Verein, der für das jeweilige Sportangebot verantwortlich ist. Auf die Veröffentlichungen der Fachverbände zum Ligabetrieb wird hingewiesen.

(Stand: 17. Januar 2022)

Wie können Sportveranstaltungen stattfinden?

Zuschauer sind beim Trainings- und Wettkampfbetrieb zulässig, wenn sichergestellt wird, dass diese den allgemeinen Vorgaben für Veranstaltungen (siehe § 16) nachkommen können. Zudem müssen Besucher während Veranstaltungen, die in geschlossenen Räumen stattfinden sowie bei Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern im Freien eine medizinische Maske tragen.

Veranstaltungen, an denen mehr als 10 Personen teilnehmen, sind zulässig wenn

  1. im Freien
    a) bei mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nur Personen mit Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 eingelassen werden,
    b) höchstens 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingelassen werden,

    Bei Veranstaltungen im Freien gilt die 2 G Regel, sobald mehr als 100 Personen anwesend sind. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern sind nicht zulässig.  

    Das nach Nr. 3 erforderliche Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 muss u.a. Maßnahmen zur Ermöglichung der Einhaltung von Mindestabständen oder andere geeignete Schutzmaßnahmen beinhalten. Entscheidend ist, dass wirkungsvolle Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsrisikos getroffen sind. Auch ein sog. (doppeltes) „Schachbrettmuster“, bei dem reihenversetzt abwechselnd (zwei) Plätze besetzt werden und (zwei) Plätze freibleiben, oder die Bildung von Sitzgruppen entsprechend den Kontaktregeln (bei Geimpften oder Genesenen von höchstens 10 Personen) mit ausreichendem Mindestabstand zur jeweils nächsten Gruppe sind eine geeignete Schutzmaßnahme im Sinne des § 5.

    Grundsätzlich gilt bei jeder Veranstaltung die Maskenpflicht. Darüber hinaus gilt die Maskenpflicht in Gedrängesituationen, wenn die Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

  2. in geschlossenen Räumen
    a) nur Personen mit Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 oder 2 eingelassen werden; bei mehr als 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern müssen diese darüber hinaus einen Negativnachweis nach § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, 4 oder 5 vorlegen (Schnelltest, PCR-Test oder Testheft),
    b) höchstens 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingelassen werden,
     
  3. ein Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 vorliegt und umgesetzt wird.

Das nach Nr. 3 erforderliche Abstands- und Hygienekonzept nach § 5 muss u.a. Maßnahmen zur Ermöglichung der Einhaltung von Mindestabständen oder andere geeignete Schutzmaßnahmen beinhalten. Entscheidend ist, dass wirkungsvolle Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsrisikos getroffen sind. Auch ein sog. (doppeltes) „Schachbrettmuster“, bei dem reihenversetzt abwechselnd (zwei) Plätze besetzt werden und (zwei) Plätze freibleiben, oder die Bildung von Sitzgruppen entsprechend der Kontaktregeln (bei Geimpften oder Genesenen von höchstens 10 Personen) mit ausreichendem Mindestabstand zur jeweils nächsten Gruppe sind eine geeignete Schutzmaßnahme im Sinne des § 5 Nr. 2.

In den Innenräumen muss generell eine medizinische Maske getragen werden. Sie darf am Sitzplatz für den Verzehr von Speisen und Getränken zeitweise abgenommen werden.

Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind Gäste, nicht Beschäftigte und Mitwirkende wie z.B. Spieler, Trainer, Schiedsrichter, Ärzte, Physiotherapeuten, Betreuer, Helfer oder Ordner. Die Regelobergrenze gilt für die tatsächlich anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, unabhängig von ihrem Impf- oder Genesenenstatus.

(Stand: 17. Januar 2022)

Dürfen Vereins- und Versammlungsräume öffnen?

Vereins- und Versammlungsstätten können geöffnet werden. Finden darin etwa Vorstandssitzungen oder Mannschaftsbesprechungen statt, so gelten die in der Corona-Schutzverordnung unter § 16 aufgeführten Vorgaben für Zusammenkünfte und Veranstaltungen entsprechend. Findet in den Räumen ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb statt, also mit Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit, dann gelten die Regelungen, wie sie die CoSchuV in § 22 für die Gaststätten bzw. konkret die Innengastronomie vorsieht, entsprechend.

Unter welchen Voraussetzungen können derzeit Mitgliederversammlungen stattfinden?

Darüber sowie über mögliche Alternativen zu Präsenz-Versammlungen informieren wir ausführlich in unseren rechtlichen Fragen.

Spezifische Fragen

Wer trägt die Verantwortung dafür, dass die Hygienevorschriften eingehalten werden?

Die Verantwortung für die Einhaltung der Hygienevorschriften liegt bei dem Betreiber der Sportstätte; also dem Verein oder der Kommune oder auch dem privaten Unternehmer, der ein Sportangebot für Kunden anbietet.

(Stand: 17. Januar 2021)

Gibt es Arbeitshilfen für die Erstellung eines Hygienekonzepts?

Ob die Beachtung der sportartspezifischen Verbandskonzepte ausreicht oder eigene Konzepte entwickelt werden, liegt in der Verantwortung des jeweiligen Betreibers einer Sportstätte und ist immer sportartspezifisch zu beantworten. Hygiene und Desinfektionsmaßnahmen sind ein unverzichtbarer Teil zur Eindämmung der Pandemie und sollten verpflichtend durchgeführt werden.  

Wir empfehlen, sich grundsätzlich an den Leitplanken des DOSB zu orientieren.
Auf seiner Webseite hat der DOSB auch weitere wichtige Informationen und Arbeitshilfen zum Thema Hygiene und Sport zusammengestellt: https://www.dosb.de/medienservice/coronavirus (rechte Spalte).


Darüber hinaus können auch diese Hinweise bei der Erarbeitung eines Hygienekonzepts helfen:

Welche Regeln gelten aktuell für den Schulsport?

Der Schulsport findet regulär statt.

Weitere Vorgaben wurden durch das Hessische Kultusministerium an die Schulen übermittelt. Die wichtigsten Informationen zum Schulsport (ab 8.11.2021) finden Sie hier:

 

https://zfs.bildung.hessen.de/corona-support/index.html

 

Weitere Informationen sowie die aktuellen Hygienepläne finden Sie immer auf der Webseite des Hessischen Kultusministeriums.
Die Anlage 2 des Hygieneplans (Sportunterricht und außerunterrichtliche Sport- und Bewegungsangebote während der Corona-Pandemie) können Sie zudem hier einsehen.“

(Stand: 17. Jaunuar 2022)

Vorgaben für Arbeitgeber im Sport bei 2G-Vorgaben

Informationen entnehmen Sie bitte der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. https://www.bmas.de/DE/Corona/Fragen-und-Antworten/Fragen-und-Antworten-ASVO/faq-corona-asvo.html
(Stand: 17. Januar 2022)

Gibt es eine Einschätzungen zum Einsatz von Geräten zur Innenraumluftreinigung in Sportanlagen?

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie stellt sich verstärkt die Frage nach dem Einsatz von Luftreinigungsgeräten, insbesondere mit Blick auf die Anschaffung entsprechender zusätzlicher Geräte für den Einsatz in Sportanlagen (ähnlich wie in Schulen und Büroräumen).

Der Einsatz von zusätzlichen Luftreinigungsgeräten zur Pandemiebekämpfung wird aus Sicht des Landessportbundes Hessen zurückhaltend bewertet.

Der Begriff „Luftreiniger“ ist kein geschützter Begriff und wird derzeitig für eine Vielzahl von Geräten verwendet, die weder über ein einheitliches Wirkprinzip noch über vergleichbare Qualitätskriterien verfügt. Zusätzlich sind die Praxisbedingungen für einen ordnungsgemäßen Betrieb von besonderer Bedeutung (Luftströmungen, etc.).

  • Die wissenschaftlichen Erkenntnisse – insbesondere für Sport in Sporträumen wie z.B. Turn- und Sporthallen – sind nicht vorhanden, häufig zu ungenau bzw. nicht übertragbar (dies gilt insbesondere für Räume mit großem Raumluftvolumen bzw. verschiedene Technikkomponenten wie z.B. Warmluftheizungen und sportlicher Aktivität). 
  • Der Gerätemarkt ist sehr unübersichtlich und die technischen Anforderungen unspezifisch. Vor einem Kauf sollte eine Bestandsaufnahme und Risikobewertung der lufthygienischen Raumsituation durch Fachpersonal erfolgen. Laien können die Eignung der Geräte nicht vollständig einschätzen. Zusätzlich ist die Wirksamkeit der Geräte im Vergleich zur manuellen Lüftung der Räume von vielen Faktoren abhängig, z.B. Witterung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftzirkulation der Umgebung, sportbezogene Nutzung.
  • Die sportspezifischen Coronaregeln des Landes Hessen, insbesondere die „Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie“ enthalten keine Vorgaben oder Empfehlungen für den Einsatz von Luftreinigungsgeräten. Eine Verwendung von Lüftungsanlagen ist nach den einheitlichen Vorgaben des Landes, welche zwischen den Ministerien (insbesondere Sport und Gesundheit) abgestimmt sind, weder gefordert noch notwendige Voraussetzung für eine Ausübung des Sportbetriebes gemäß den Vorgaben der Verordnung.
  • Der Einsatz der Geräte kann eine falsche Sicherheit suggerieren. Entscheidend ist alleine die Einhaltung der Vorgaben der Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung in der jeweils aktuellen Fassung.
  • Die Verwendungsbestimmungen sehen in der Regel vor, dass die Geräte zumeist im jeweiligen Raum aufgestellt werden müssen. Dies birgt zusätzliche Risiken wie z.B. Unfallgefahr, Diebstahl, Sekundäremissionen (bei UV-C, plasma- oder ozonbasierten Geräten).

Fazit

In kleinen Konferenzräume können passende Luftreiniger, je nach Belüftungslage, eine mögliche Ergänzung sein. Ein sinnvoller Einsatz in Sportanlagen ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Mit Blick auf die für Vereine entstehenden Kosten und Verantwortlichkeiten, verbunden mit einer fehlenden wissenschaftlichen Nützlichkeitsstudie kann der lsb h die Anschaffung von Luftreinigern für den Sportbetrieb aktuell nicht als sinnvoll empfehlen. Aus den genannten Gründen ist derzeit eine Förderung sowohl durch das HMdIS wie auch den lsb h nicht vorgesehen.