Finanzielle Soforthilfe

Finanzielle Unterstützung

für Vereine und Verbände

Förderprogramm für die Existenzsicherung gemeinnütziger Sportvereine

Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport (HMdIS) hat am 21. April ein Förderprogramm speziell für die Existenzsicherung von gemeinnützigen Sportvereinen aufgelegt, die Mitglied im Landessportbund Hessen sind. Beantragt werden kann diese Landeszuwendung von Vereinen, die im ideellen Bereich oder in der Vermögensverwaltung aufgrund der Corona-Virus-Pandemie in eine existenzbedrohliche finanzielle Notlage und/oder einen Liquiditätsengpass geraten sind. Der ideelle Bereich stellt die eigentliche Vereinsarbeit dar. Damit sind alle Tätigkeiten gemeint, die unmittelbar dazu dienen, den steuerbegünstigten Zweck zu erreichen. Hierzu zählen klassische Einnahmen wie Mitgliedsbeiträge, Gebühren, Zuschüsse und Spenden und Ausgaben wie z.B. Kosten für Freizeitsport oder Jugendarbeit und Verbandsbeiträge.

Das Hilfsprogramm zielt auf die Beseitigung einer Existenzbedrohung in Folge mangelnder Liquidität, eine allgemeine Kompensation entgangener Einnahmen ist dagegen nicht vorgesehen und damit auch nicht förderfähig. Ein Liquiditätsengpass liegt vor, wenn der Antragsteller Forderungen zu befriedigen hat, für deren Begleichung absehbar keine ausreichenden liquiden Mittel zur Verfügung stehen. Anträge, die sich auf Liquiditätsengpässe beziehen, die vor dem Ausbruch der Pandemie am 11. März 2020 entstanden sind, sind nicht förderfähig. In Abhängigkeit von der durch die Corona-Virus-Pandemie bedingten finanziellen Belastung des Vereins werden Zuwendungen in Höhe von bis zu 10.000 Euro gewährt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des HMdIS:
https://innen.hessen.de/sport/corona-hilfe-fuer-sportvereine
 


Corona-Überbrückungshilfe

„Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen“
– Zweite Phase (Förderzeitraum September bis Dezember 2020)

Zwischen Anfang Juli und Ende September gab es sie schon, die sogenannte „Corona-Überbrückungshilfe“, ein Bundesprogramm welches das bis 31. Mai laufende „Soforthilfeprogramm für Vereine“ ersetzte. Jetzt geht sie in die nächste Runde.

Sportvereine, auch gemeinnützige Sportvereine, sind grundsätzlich antragsberechtigt bei der "Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen". Dieses Programms gewährt finanzielle Hilfen insbesondere für Zweck- sowie wirtschaftliche Geschäftsbetriebe von Sportvereinen, setzt allerdings die Beschäftigung mindestens eines Mitarbeiters im Verein voraus.

Die Corona-Überbrückungshilfe dient der Überbrückung von Corona-bedingten Umsatzeinbrüchen und hat damit einen anderen Ansatzpunkt als das Corona-Vereinshilfe-Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“. Die wichtigsten Eckpunkte werden durch das Wirtschaftsministerium auf dessen Webseite beantwortet.

Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm für den Mittelstand. Zu beachten ist, dass der Antrag nur über ein Steuerberater-, Wirtschaftsprüfer- oder ein Buchprüferbüro eingereicht werden kann. Dort werden die Voraussetzungen und Unterlagen vorgeprüft. Die Kosten für die Prüfung müssen zunächst durch den Antragsteller getragen werden, können jedoch in die Beantragung der Überbrückungshilfe einfließen und durch diese erstattet werden.

Bei gemeinnützigen Organisationen, also auch Sportvereinen, ist nicht der Umsatz relevant, sondern die Einnahmen. Eine Antragsberechtigung besteht, wenn mindestens eine der folgenden beiden Kriterien erfüllt ist:

  • Einnahmeneinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.
  • Einnahmeneinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Zu beachten ist, dass diese Betrachtung nicht auf einzelne Steuersphären im Verein angesetzt wird, wie bei anderen Programmen, sondern die Einnahmensituation insgesamt betrachtet wird (d.h. die Summe aller Einnahmen aus ideellem Bereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieben und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb).

Detaillierte Informationen sowie Informationen zu Ausschlusskriterien und Art und Umfang der Förderung sind auf der Seite des hessischen Wirtschaftsministeriums unter dem Stichwort Überbrückungshilfe zu finden. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2020."
 


November- und Dezemberhilfen

Antragsberechtigt sind alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf Grundlage der erlassenen Schließungsverordnungen der Länder in Folge des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 28. Oktober 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Wie bei der Übergangshilfe gilt, es sind nur Vereine antragsberechtigt, die zum Stichtag 29.02.2020 zumindestens einen Beschäftigten hatten (unabhängig von der Stundenzahl).

Mit der November- und Dezember hilfe werden Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des entsprechenden Umsatzes im November bzw. Dezember 2019 gewährt, tageweise anteilig für die Dauer des Corona-bedingten Lockdowns. Auch bei gemeinnützigen Unternehmen wird ausschließlich auf die am Markt erzielten Umsätze abgestellt (nicht zum Umsatz zählen also z.B. Spenden, Mitgliedsbeiträge, Zuwendungen der öffentlichen Hand, Zuschüsse nach dem Sozialdienstleister-Einsatzgesetz (SodEG) oder die Überbrückungshilfe).

Anträge können in den nächsten Wochen über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden. Die elektronische Antragstellung muss hierbei durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt erfolgen.Die Antragstellung der Novemberhilfe erfolgt unabhängig von der Überbrückungshilfe.

Weitere Informationen finden Sie auf der Überbrückungshilfe-Seite der Bundesministerien Wirtschaft und Energie sowie Finanzen.
 


Coronahilfen Profisport

Seit dem 1. September 2020 können Sportvereine und Unternehmen der Profi- und Semiprofiligen Kompensationen für Einnahmeausfälle beim Bundesverwaltungsamt beantragen. Das Programm wurde inzwischen für 2021 verlängert.

Antragsberechtigte sind

  • Sportvereine und Unternehmen im professionellen und semiprofessionellen Wettbewerb, die mit wenigstens einer Mannschaft einer 1., 2. oder 3. Liga im Bereich der olympischen, nichtolympischen und paralympischen Individual- und Mannschaftssportarten angehören und in den Jahren 2019 und 2020 jeweils nicht mehr als 249 Mitarbeiter beschäftigen.
  • Verbände auf Bundesebene, die wenigstens eine Mannschaft im professionellen und semiprofessionellen Wettbewerb im Bereich der olympischen, nichtolympischen und paralympischen Individual- und Mannschaftssportarten haben oder regulär wenigstens einen professionellen oder semiprofessionellen Wettbewerb im Bereich der olympischen, nichtolympischen oder paralympischen Indivudual- und Mannschatssportern ausrichten oder veranstalten un in den Jarhen 2019 und 2020 jeweils nicht mehr als 249 Mitarbeiter beschäftigen.

Der DOSB hat das Programm begrüßt, äußert jedoch die Befürchtung, dass "die zahlreichen Vorgaben und Ausschlusskriterien wohl dazu führen, dass viele der theoretisch Antragsberechtigten in der Praxis nicht oder nur sehr bedingt von der Hilfestellung profitieren werden". 

Mehr zur Coronahilfe Profisport finden Sie auf der Webseite des Bundesverwaltungsamtes.