Sportvereine leben Respekt

Sportvereine leben Respekt

Ausgezeichnetes Engagement

Ich respektiere die Würde jedes Kindes, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ich möchte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zu fairem und respektvollem Verhalten innerhalb und außerhalb der sportlichen Angebote gegenüber allen anderen Personen erziehen. Diese Auszüge aus dem Ehrenkodex der Trainer der Judoabteilung der TG 1861 Oberursel verdeutlichen exemplarisch den hohen Stellenwert, den das Thema „Respekt“ in Hessens Sportvereinen hat. Der Landessportbund Hessen e.V. (lsb h) hat dem jetzt in Grünberg Rechnung getragen.

Zentrales Thema

In einer Veranstaltung unter der Überschrift „Sportvereine leben Respekt“ zeichnete die Dachorganisation des Sports insgesamt 24 Sportvereine aus, die sich um das Thema Respekt besonders verdient gemacht haben. Die Veranstaltung selbst gliederte sich in das von der Hessischen Landesregierung in 2017 ausgerufene „Jahr des Respekts“ ein. LOTTO Hessen stellte für die ausgezeichneten Vereine Anerkennungsprämien zur Verfügung und unterstützte die Veranstaltung damit maßgeblich.

„Respekt ist innerhalb des Sports ein zentrales Thema. Im Sport wird Respekt gelebt, Sportler und Sportvereine haben Vorbildfunktion. Wir wissen zwar, dass es auch im Sport zu Respektlosigkeiten kommt. Aber die allermeisten Wettkämpfe finden in einem absolut fairen Umfeld statt“, stellte Prof. Dr. Heinz Zielinski, Vizepräsident des Landessportbundes Hessen, den Hintergrund der Veranstaltung vor. Als Ministerpräsident Volker Bouffier die Respekt-Kampagne ausgerufen habe, „haben wir nicht lange überlegen müssen, ob wir uns dem anschließen. Das war für uns selbstverständlich“, so Zielinski generell.

Im täglichen Miteinander unverzichtbar

Wie wichtig Hessens Sport mit seinen Vereinen für die Vermittlung gesellschaftlicher Werte ist, betonte auch Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann in Grünberg. „Faires und gutes Miteinander, Teamfähigkeit und Respekt sind nicht nur im Sport, sondern auch im täglichen Miteinander unverzichtbar“, so Kühne-Hörmann. Wohin Respektlosigkeit führen kann, machte die Justizministerin drastisch deutlich. Kühne-Hörmann: „Viele Menschen, die mit Respekt ein Problem haben, finden sich als Insassen in Justizvollzugsanstalten wieder.“ Der Sport sei dann im Justizvollzug ein probates Mittel, um respektvollen Umgang miteinander zu vermitteln.

Im Umkehrschluss wird deutlich, wie wichtig der Sport mit seinen Ausprägungsmerkmalen für die Gesellschaft ist. „Verhalten Sie sich beim Training und Spiel stets fair gegenüber dem Trainer, dem Gegner und dem Schiedsrichter. Versuchen Sie sportlich objektiv zu sein und zeigen Sie Respekt!“, heißt es beispielsweise in einem Informationsblatt, das der OSC Vellmar Eltern, die ihre Kinder in der Fußballjugend anmelden, aushändigt.

Sportler und Eltern als Vorbilder

Ein wichtiger Hinweis, sind Eltern doch Vorbilder, an denen sich Kinder orientieren. Gleiches gilt für Sportler. Das wurde in einer vom Leiter des Olympiastützpunktes Hessen, Werner Schaefer, in Grünberg moderierten Talkrunde deutlich. Mit dem Sprecher des Beirats der Sportkreise, Ulrich Manthei, der Vizepräsidentin Sport der TGS Walldorf, Monika Stölzing-Kemmerer und Judoweltmeister Alexander Wieczerzak hatte Schaefer kompetente Gesprächspartner.

Alexander Wieczerzak, eigens aus Stuttgart zur Veranstaltung nach Grünberg angereist, brachte das Thema Vorbildfunktion auf den Punkt. Der Judoka: „Wenn Kinder sehen, dass ich mit anderen Menschen respektvoll umgehe, dann hat das automatisch Vorbildfunktion.“ Ohnedies sei der Judosport in Sachen Respekt ideales Beispiel. Wieczerzak: „Die Verbeugung vor dem Gegner und vor dem Schiedsrichter ist ebenso selbstverständlich, wie der Händedruck nach dem Kampf.“
Gesten mit Symbolcharakter, die nicht in allen Sportarten so zu finden sind.

Ulrich Manthei reflektierte auf seine Jugend und ging gleichzeitig auf die Gegenwart ein. Der Sportkreisvorsitzende: „Früher war es selbstverständlich, dass Kinder beispielsweise in der Schule Respekt gezeigt haben. Das haben wir von unseren Eltern so gelernt. Wenn ich mir heute das eine oder andere Spiel im Jugendfußball ansehe, dann stelle ich fest, dass der Respekt vor dem Schiedsrichter ausgeprägter sein könnte.“

Kinder nicht überfordern

Wo früher die Eltern als Vorbild gedient haben, sind es   heute aber gerade die Eltern, die Anlass zum Hinschauen geben.
Monika Stölzing-Kemmerer kennt die Situation und fand dazu auch deutliche Worte. Die Vizepräsidentin Sport der TGS Walldorf hat festgestellt, „dass bei Wettkämpfen Eltern oft die treibende Kraft sind“. Stölzing Kemmerer: „Wir schauen, dass die Kinder nicht überfordert werden und sagen den Eltern nötigenfalls auch, wie sie sich zu verhalten haben.“ Wenn das alles nichts helfe, „dann schicken wir die Eltern bei einem Wettkampf in letzter Konsequenz auch ´raus.“

Bekenntnis zum gegenseitigen Respekt

Das Bekenntnis zum respektvollem Umgang miteinander, Aktionen, die für Respekt werben und Respekt einfordern, besondere Veranstaltungen, die das Thema Respekt in den Mittelpunkt stellen – all dies gehört in den jetzt in Grünberg ausgezeichneten Vereinen zum täglichen Geschäft.

Unterstützung durch LOTTO Hessen

Ein Engagement, das Unterstützung verdiene, wie Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer der LOTTO Hessen GmbH, deutlich machte. Sundermann: „Respekt und Fair Play sind wichtige Grundwerte innerhalb unserer Gesellschaft. Über den Sport und seine Kraft werden diese Grundwerte des Miteinanders gelebt und transportiert und das gilt es zu fördern. Wir haben daher die Aktion sehr gerne unterstützt, sie ist für uns alle ein Gewinn.“ Jedenfalls konnten sich die ausgezeichneten Vereine nicht nur über eine Urkunde, sondern auch über eine Anerkennungsprämie freuen. Eine Prämie, die hilft, den Gedanken des Respekts weiter zu kultivieren und über den Sport in die Gesellschaft zu tragen.
 

Ralf Wächter

 


 

Die im Rahmen der Kampagne "Sportvereine leben Respekt" ausgezeichneten Vereine in der Übersicht:

Turngemeinde Biblis (Sportkreis Bergstraße)

SG Bornheim 1945 Grün Weiß e.V. (Sportkreis Frankfurt)

Turn- und Sportverein Klein-Linden (Sportkreis Gießen)

Turngesellschaft Walldorf 1896 e.V. (Sportkreis Groß-Gerau)

Turngemeinde 1908 Lispenhausen e.V. (Sportkreis Hersfeld Rotenburg)

Golfclub Skyline Oberursel e.V.  (SK Hochtaunus ??)

Obervellmarer Sport-Club Vellmar e.V (Sportkreis Region Kassel)

Sport Club 1923 Niedergirmes e.V. (Sportkreis LAhn-Dill)

VFR Niedertiefenbach (Sportkreis Limburg-Weilburg)

ESV Jahn 1871 Treysa e.V. (Sportkreis Schwalm-Eder)

Tischtennis-Gemeinschaft Büßfeld 1974 e.V. (Sportkreis Vogelsberg)

SV Rot-Weiß Fürstenhagen e.V. (Sportkreis Werra-Meißner)


Sportgemeinschaft Nieder-Roden e.V. (Sportkreis Offenbach)

Turnverein 1844 Idstein Jur. Pers. (Sportkreis Rheingau-Taunus)

Spielvereinigung 1920 Zella/Loshausen (Sportkreis Schwalm-Eder)

DJK SC Schwarzweiß 1924 e.V. Flörsheim (Sportkreis Main-Taunus)

Basketball-Club Marburg (Sportkreis Marburg-Biedenkopf)

TTG Vogelsberg Herbstein/Lanzenhain 2015 e.V. (Sportkreis Vogelsberg)

FC International Korbach e.V. (Sportkreis Waldeck-Frankenberg)

DIALOG russisch-deutscher Sport- u.- Kulturverein Eschwege e.V. (Sportkreis Werra-Meißner)

Karbener Sportverein 1890 e.V. (Sportkreis Wetterau)

Biebricher Fußball Verein 1902 e.V. (Sportkreis Wiesbaden)

DAF Verein Kontakt Fulda e.V. (Sportkreis Fulda-Hünfeld)

Turn- und Sportverein 1860 Hanau e.V. (Sportkreis Main-Kinzig)


Sonderehrung:

FC 1927 Weickartshain e.V. (Sportkreis Gießen)

 

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