Erfolgsmodell wieder gestartet
Kostenfreie Bewegungsangebote unter freiem Himmel – das ermöglicht der Landessportbund Hessen (LSBH) gemeinsam mit seinen Sportkreisen und Vereinen auch 2026 wieder. Zwischen Mai und September läuft die Initiative „Sport im Park“, die der LSBH im Sommer 2022 ins Leben gerufen hatte. Ob Yoga, Jumping Fitness, Energy Dance oder funktionales Ganzkörpertraining: In mindestens zwölf Sportkreisen und dutzenden Kommunen haben Sport-interessierte die Möglichkeit, sich im Freien auszupowern und neue Angebote kennenzulernen – ganz unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft.
Im vergangenen Jahr waren mehr als 80 Vereine involviert, weit über 500 Angebote wurden auf die Beine gestellt. „Wir rechnen damit, dass es 2026 noch mehr werden“, sagt Marco Mattes, Referent für Sport und Gesundheit, der „Sport im Park“ federführend begleitet. Schließlich sind mit Gießen, Main-Kinzig, Werra-Meißner und Lahn-Dill gleich vier Sportkreise neu mit dabei. „Wir erreichen mit ‚Sport im Park‘ viele Menschen, die bislang keine oder nur wenige Berührungspunkte mit dem organisierten Sport hatten“, betont Ralf-Rainer Klatt, LSBH-Vizepräsident Sportentwicklung. Zugleich biete die Initiative den Vereinen die Chance, ihre Angebote sichtbar zu machen, neue Zielgruppen anzusprechen und Mitglieder zu gewinnen. „Der organisierte Sport hat einen gesellschaftlichen Auftrag in der allgemeinen Bewegungsförderung, dem wir mit ‚Sport im Park‘ nachkommen“, so Klatt.
Charakteristisch bleibt der bewusst niedrigschwellige Zugang: Die Angebote können ohne vorherige Anmeldung genutzt werden, eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht erforderlich. Sie erstrecken sich über mehrere Wochen und müssen – im Sinne einer breiten Bewerbung – beim jeweiligen Sportkreis oder LSBH gemeldet werden. „Auch Vereine aus Sportkreisen, die sich nicht an der Initiative beteiligen, erhalten so die Möglichkeit zur Teilnahme“, erläutert Mattes. Besonders wichtig sei es, dass Sportkreise und Vereine nur geringe Mindestanforderungen zu erfüllen haben. „Man kann mit wenigen Angeboten beginnen und sie je nach Resonanz schrittweise ausbauen“, sagt Mattes. „Bei der Entwicklung passender Angebote stehen wir oder der jeweilige Sportkreis gerne beratend zur Seite.“
Entstanden ist die Idee in Corona-Zeiten – aus der Not heraus. Weil Sport und Bewegung in geschlossenen Räumen nur eingeschränkt möglich waren, zog es den organisierten Sport verstärkt in die Natur. Im Zusammenspiel zwischen Sportkreisen, Kommunen und Vereinen wurde ein Testlauf gestartet, aus dem sich ein Erfolgsmodell entwickelt hat. An der erfreulichen Entwicklung haben auch die Städte und Gemeinden ihren Anteil, denn ohne ihre Unterstützung wäre „Sport im Park“ nicht möglich. „Sie stehen der Initiative sehr aufgeschlossen gegenüber und stellen öffentliche Flächen ohne großen bürokratischen Aufwand bereit“, betont Mattes.
Gefördert wird die Initiative über das Landesprogramm „Mehr Prävention für unser SPORTLAND HESSEN“. Jeder Sportkreis kann darüber bis zu 1.500 Euro abrufen. Wenn Vereine selbstständig agieren, bekommen sie eine Förderung vom LSBH. „Pro Verein werden acht Kurseinheiten gefördert“, erläutert Mattes. Um den Vereinen eine sorgenfreie Teilnahme zu ermöglichen und seiner Rolle als verlässlicher Partner gerecht zu werden, hat der LSBH zudem eine umfassende Versicherung bei der ARAG abgeschlossen.
Mehr Informationen zur Initiative „Sport im Park“ finden sich online: yourls.lsbh.de/sportimpark