Aktuelle Preisträgerin

Lu-Röder-Preis für Hildegard Stein

Viel Herzblut für die Belange von Frauen im Sport

Mit dem Lu-Röder-Preis hat der Landessportbund Hessen e.V. (lsb h) jetzt die Stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Limburg-Weilburg, Hildegard Stein, ausgezeichnet. Hildegard Stein erhielt den mit 1.500 Euro dotierten Preis für ihr jahrzehntelanges Engagement zur Förderung von Frauen im Sport. Der Preis selbst erinnert an die ehemalige Frauenwartin des Landessportbundes, Lu Röder. Die hatte sich unter anderem in ihrer Zeit als lsb h-Präsidiumsmitglied von 1973 bis 1987 vehement für die Qualifizierung von Frauen im Sport eingesetzt und dazu umfassende Initiativen gestartet. Ihr Ziel war es, mehr Frauen in Führungspositionen im Sport zu positionieren.

Mit Hildegard Stein ehrte der lsb h-Landessauschuss Gleichstellung im Sport eine ambitionierte Sportlerin und Sportfunktionärin, die nahezu idealtypisch Lu Röders Visionen lebt. Schon mit 17 Jahren übernahm die 1953 geborene Preisträgerin das Amt der Gymnastikwartin in ihrem Heimatverein, dem TV Elz. Nur zwei Jahre später wurde der Turngau Mittellahn auf die engagierte Sportlerin aufmerksam und bat sie um Mitarbeit.

Mit wie viel Herzblut und Leidenschaft Hildegard Stein ihre Ämter ausübte, wurde in den Folgejahren immer deutlicher. Dass man sie zur Frauenwartin im Turngau Mittellahn und auch zur Jugend- und Sportwartin im Sportkreis Limburg-Weilburg wählte, lag folglich auf der Hand. „Dabei hat Hildegard Stein in all den Jahren ein ganz besonderes Augenmerk auf eine umfangreiche und qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung insbesondere für Frauen gelegt“, charakterisierte Laudatorin Rosel Schleicher das Wirken der Preisträgerin,
1995 wurde Hildegard Stein, Lehrerin für Sport und Religion an der Marienschule in Limburg, zur Vorsitzenden des Turngaus Mittellahn gewählt. Im gleichen Jahr wurde sie Stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Limburg-Weilburg und arbeitet dort beispielhaft, wie Juliane Kuhlmann, Vizepräsidentin des Landessportbundes Hessen, konstatierte. Kuhlmann: „Es gibt heute immer noch viel zu wenig Frauen in den Führungspositionen des Sports in Deutschland. Frauen packen lieber an und organisieren den Alltagsbetrieb im Sportverein. Aber das, was an den großen runden Tischen zur Entwicklung des Sports erörtert und entschieden wird, ist wichtig.“ Die Auszeichnung, so Kuhlmann, „trifft deshalb genau die richtige Person“. Ein Lob, das Brigitte Senftleben, Vorsitzende des Landesausschusses Gleichstellung im Sport, Hermann Klaus, der Vorsitzende des Sporkreises Limburg-Weilburg sowie der Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg, Michael Köberle, unisono teilten.

Treffend ergänzt wird dieses Lob durch den Satz einer Weggefährtin. „Hildegard Stein beweist, dass Frauen mit Kompetenz und Charme sehr gut geeignet sind, Führungspositionen im Sport zu übernehmen.“ Das spricht für sich – und für die Preisträgerin!

 

Lu-Röder-Preis für Rhena Landefeld

Früher Einsatz für Mädchen und Frauen

Mit dem Lu-Röder-Preis in der Kategorie „Engagierter Nachwuchs“ hat der Landessportbund Hessen (lsb h) am Freitag Rhena Landefeld ausgezeichnet. Die 39-Jährige erhielt den mit 1.000 Euro dotierten Preis für ihr großes Engagement im Bereich Softball, wo sie Mädchen und Frauen seit Jahren ein qualifiziertes Training ermöglicht und zur Weiterentwicklung der Sportart beigetragen hat. Der Preis selbst erinnert an Lu Röder. Als Präsidiumsmitglied des Landessportbundes Hessen von 1973 bis 1987 hatte sie sich vehement für die Qualifizierung von Frauen im Sport eingesetzt und dazu umfassende Initiativen gestartet.
Lu Röders Ziel, Frauen zur Übernahme von Führungspositionen zu ermutigen, ist bei der diesjährigen Preisträgerin voll aufgegangen. „Rhena Landefeld wurde schon sehr früh bewusst, dass Spaß an der eigenen Sportaktivität das Eine ist. Das Andere ist jedoch der Einsatz für eine nachhaltige Sportentwicklung, die Strukturen benötigt, vor allem aber das Engagement von Personen, die Verantwortung übernehmen“, sagte Laudatorin Sally Kulemann vom Landesausschuss Gleichstellung im Sport des lsb h.
Zu einer solchen Person habe sich die Softball-Spielerin der Dreieich Vultures, die einige Jahre lang in der Bundesliga-Süd im Einsatz war, schnell entwickelt: Mit Anfang 20 erwarb Landefeld eine Trainerlizenz und übernahm Verantwortung im Hessischen Baseball und Softball Verband. Sie trainierte die Softball Hessenauswahl U19 und war maßgeblich an der Gründung der Perspektivliga U19 beteiligt. Trainingslager, Feriencamps, die Organisation von Deutschen Meisterschaften sowie Ländervergleichsturnieren und viele weitere Maßnahmen gehen auf sie zurück. Der Deutsche Baseball und Softball Verband engagierte sie als Assistenztrainerin im Bereich der U16-Softball Nationalteams und auch als Schiedsrichterin ist Landefeld regelmäßig im Einsatz. Beruflich hat sich die studierte Sportwissenschaftlerin ebenfalls dem Sport verschrieben: Sie arbeitet als Referentin für Integration beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).
„Auf eine so junge und ausgeprägte Sportpersönlichkeit wie Rhena Landefeld trifft man nicht alle Tage“, befand Laudatorin Kulemann deshalb. „Sie kommt aus dem Trainings- und Wettkampfwesen, aber Sport ist für sie mehr als Gewinnen oder Verlieren. Sie schafft es, Mädchen und Frauen ein qualifiziertes Training zu bieten und ihnen zugleich Teamgeist, Zusammenhalt und andere Werte des Sports zu vermitteln. Sie ist keine, die zögert, sondern eine, die handelt. Damit ist sie ein Vorbild für junge Frauen. In Ihrer Sportart und in Ihrer Zeit haben Sie, liebe Rhena Landefeld, Lu Röders Mission weitergeführt und sich damit um den Sport in Hessen verdient gemacht“, gratulierte Kulemann zum Lu-Röder-Preis in der Kategorie „Engagierter Nachwuchs“.
„Dieser Preis ehrt mich sehr. Denn natürlich war es nicht immer einfach, neue Ideen zur Entwicklung unserer Sportart durchzusetzen. Mich selbst hat mein Engagement im Sport aber tougher gemacht. Das hilft mir auch in anderen Lebensbereichen. Deshalb möchte ich junge Frauen und Mädchen ermutigen, Verantwortung im Sport zu übernehmen – auch gegen Widerstände, die es leider noch immer gibt. Umso wichtiger ist ein Preis wie dieser, der das Engagement von Frauen für Frauen würdigt“, sagte Landefeld bei der Verleihung des Lu-Röder-Preises in der „WunderBar“ ihres Heimatvereins SG Götzenhain.
Die Preisträgerin in der Kategorie „Vorbild/Lebenswerk“, die stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Limburg-Weilburg Hildegard Stein, war bereits im Juni ausgezeichnet worden.

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Mentoring-Programm 2020/21 – die neue Staffel

Der Landesausschuss Gleichstellung im Sport freut sich über die große Resonanz an der dritten Staffel des Mentoring-Programmes. Die Anmeldephase ist nun abgeschlossen. 12 Tandempaare konnten gefunden werden. Am 1. Februar 2020 findet die Auftaktveranstaltung im Landessportbund Hessen statt, an der die Ziele und Inhalte des Programms detailliert vorgestellt werden. Außerdem steht das Kennenlernen von Mentee und Mentorin im Vordergrund. Wie es weitergeht erfahren Sie unter Termine

Ansprechpartner

Gleichstellung im Sport

Ute Hoyer

Gleichstellung im Sport

Tel.: 069 6789-259
Fax: -109
E-Mail: uhoyer@lsbh.de