Anti-Doping-Maßnahmen

Anti-Doping

Maßnahmen


Das Präsidium des Landessportbundes Hessen hat auf Vorschlag des Landesausschusses Leistungssport und in Abstimmung mit dem Anti-Doping-Berater folgende konkrete Maßnahmen im Anti-Doping-Kampf beschlossen:

1. Zusätzliche Kontrollen im D/C-Kaderbereich.

Bislang wurden jährlich 10 Kontrollen von D/C-Kaderathleten im Bereich des Landessportbundes Hessen durchgeführt. Kostenvolumen bislang: 1.670,00 Euro

Beschluss: Ausweitung der Kontrollen auf 30 im Jahr. Kostenvolumen: 5.010,00 Euro.

Hinweis: Es handelt sich dabei um Kontrollen außerhalb des Wettkampfes (Trainingskontrollen), die zusätzlich zu den durch die Spitzenverbände veranlassten Wettkampfkontrollen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen durchgeführt werden.

2. Präventionsmaßnahmen

  1. Neuauflage des Anti-Doping-Fächers
    Der im Jahr 2001 in Kooperation mit dem LSB Rheinland-Pfalz und den zuständigen Kultus- und Sportministerien in Hessen und Rheinland-Pfalz erstellt Anti-Doping-Fächer wurde über die Fachverbände an die D-Kader der hessischen Fachverbände verteilt. Das Kultusministerium hat den Schülern mit Leistungskurs Sport den Fächer ebenfalls zur Verfügung gestellt. 
    Eine Neuauflage dieses Materials wurde in den vergangenen Jahren immer wieder diskutiert, scheiterte letztendlich aber an den Kosten.

    Beschluss: Überarbeitung und Anpassung der vorhandenen Texte des Fächers in Kooperation der o.a. Partner sowie dem Kultusministerium Baden-Württemberg. Druck in einer noch zu bestimmenden Auflage (Bedarf des lsb h: ca. 3.000 Stück) Kostenrahmen: geschätzt ca. 5.000,00 Euro je Partner
     
  2. Neue Medien / Internet
    Über die Internetplattform des Landessportbundes Hessen werden die wesentlichen Inhalte des Anti-Doping-Fächers den Anwendern zur Verfügung gestellt.
     
  3. Beratung durch den Anti-Doping-Berater des lsb h
    Zur Zeit ist die Position des Anti-Doping-Beraters unbesetzt.
     
  4. Weiterbildung von Trainern und Übungsleitern
    Die im Nachwuchsbereich tätigen Übungsleiter und Trainer werden über die Trainerseminare des lsb h über die Risiken des Doping-Missbrauchs aufgeklärt. Dazu wird auf der Grundlage der Inhalte des Anti-Doping-Fächers ein Powerpoint-Vortrag entwickelt, der auch geeigneten Multiplikatoren der Verbände im Rahmen ihrer Fortbildungsmaßnahmen zur Verfügung steht.
     
  5. Prävention über geeignete Multiplikatoren
    Das sind Leiter der sportmedizinischen Untersuchungsstellen, Landestrainer, LAL-Referat, OSP-Leitung, etc.. Über sie werden Workshops und Weiterbildungen für Trainer, Übungsleiter, Kadergruppen und Eltern angeboten.

3. Anpassung der Ausbildungsrichtlinien der Verbände

Die Landesverbände werden aufgefordert, in der Ausbildung von Übungsleitern und Trainern, sofern noch nicht geschehen, die Dopingproblematik und mögliche Präventionsmaßnahmen zu behandeln. Dazu sind die Curricula der Fachverbände entsprechend anzupassen bzw. zu ergänzen.

4. Selbstverpflichtung der Übungsleiter und Trainer

Die Hessischen Fachverbände werden aufgefordert, in Ihre Trainerverträge, soweit noch nicht geschehen, eine Anti-Doping-Klausel aufzunehmen. Das gilt sowohl für hauptamtliche wie Honorartrainer.
Eine Bezuschussung von Trainern aus öffentlichen Mitteln, deren Verträge keine Anti-Doping-Klausel enthält, ist nicht möglich.

5. Selbstverpflichtung der Athleten des Hessenteams

Die Athleten des Hessenteams verpflichten sich im Rahmen der Fördervereinbarung des Hessenteams sich der NADA-Kontrollvereinbarung zu unterwerfen. Verstöße dagegen haben den sofortigen Ausschluss aus der Förderung zur Folge.

6. Athletenbetreuung im Olympiastützpunkt Hessen

Die Betreuung von Athletinnen und Athleten durch die Arbeitsbereiche des OSP Hessen  ist gebunden an einen dopingfreien und den Regeln entsprechenden Sport. Im Falle eines Dopingverdachtes bzw. einer durch den zuständigen Spitzenverband ausgesprochenen Sperre wird der betroffene Athlet aus der Betreuung ausgeschlossen.

Die für die sportmedizinische Betreuung zuständigen Ärztinnen und Ärzte der Sportklinik Frankfurt e.V. – gleichzeitig sportmedizinische Hauptberatungsstelle des Landes Hessen – haben sich durch eine Erklärung im Rahmen ihrer Dienstverhältnisse verpflichtet, sich jeglicher Tätigkeit zu aktivem und passiven Doping zu enthalten und unter Beachtung der ärztlichen Schweigepflicht über ihnen bekannt gewordene Dopingfälle zu informieren.

 

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