Aus- und Fortbildung

Aus- und Fortbildung

im Bereich Inklusion


Seit Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention ist das Thema Inklusion in aller Munde. Auch viele Vereine in Hessen haben sich daran gemacht, Sportangebote für Menschen mit und ohne Behinderung ins Leben zu rufen. Damit das gelingt, sind qualifizierte Übungsleiter unabdingbar. Derzeit stehen folgende Aus- und Fortbildungsangebote zur Verfügung:

Profilerweiterung Inkusion mit Schwerpunkt Kinder und Jugendliche

Mit der Profilerweiterung Inklusion Schwerpunkt Kinder/Jugendliche soll die Thematik aus dem Blickwinkel des Sports beleuchtet werden. Den Teilnehmer/-innen wird ein abwechslungsreiches Programm aus Theorie und Praxis angeboten, das sich unter anderem mit folgenden Themen auseinandersetzt:

  • praktische Anregungen zur Gestaltung von Sport- und Bewegungsangeboten für heterogene Gruppen,
  • konkrete Hilfestellungen bei der Umsetzung von Inklusion in die Vereinspraxis,
  • Weiterentwicklung der eigenen didaktisch-methodischen Kompetenzen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

Weitere Informationen zum Bildungsangebot und die Termine 2018 gibt es auf der Seite des Sportjugend Hessen.

 

Sportabzeichen-Prüfer für Menschen mit Behinderung

Das Deutsche Sportabzeichen (DSA) ist eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes für gute und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit. Es wird in den Stufen Bronze, Silber und Gold vergeben. Menschen mit Behinderung können es seit 1952 erwerben.

Um das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung abnehmen zu dürfen, benötigen Sportabzeichen-Prüfer/-innen, Übungsleiter/-innen und Lehrer/-innen die Zusatzqualifikation „Sportabzeichen – Praxis für Menschen mit Behinderung“. Der Landessportbund Hessen bietet diese Fortbildung in Kooperation mit dem Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband an. Der Lehrgang wird zur Verlängerung der ÜL-Lizenz mit 8 LE anerkannt.

Inhalte:

  • Bedeutung des Sportabzeichens für Menschen mit Behinderung
  • Medizinische und behinderungsspezifische Grundlagen für die Vorbereitung und Abnahme
  • Informationen über Behinderungsklassen
  • Handhabung der Prüfbedingungen
  • Praktische Umsetzung / Kooperation vor Ort

Hier geht es zu den Terminen der Sportabzeichen-Ausbildungen für 2018


Zum Hintergrund:

  • Für das Deutsche Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung ist der Deutsche Behindertensportverband e.V. (DBS) mit seinen 17 Landes- und zwei Fachverbänden zuständig.
  • Das Sportabzeichen kann ab einem Alter von sechs Jahren erworben werden – nach oben hin gibt es keine Altersbeschränkung.
  • Es soll Menschen mit Behinderung vielseitige sportliche Leistungen ermöglichen und vor weiteren Erkrankungen oder Verschlechterungen der Behinderung schützen. Es soll Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit schaffen und Anreize zu regelmäßigem Sporttreiben bieten. Und es soll zur Inklusion, also zu selbstbestimmter, gleichberechtigter Teilhabe am Alltag beitragen.
  • Alle Informationen zum Deutschen Sportabzeichen für Menschen mit Behinderungen sowie die Bedingungen für alle Behinderungsklassen finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Behindertensportverbandes.

Blended-Learning-Ausbilung "Inklusion im Sport – Gemeinse Wege finden" des DOSB

Die DOSB-Fortbildung „Inklusion im Sport – gemeinsam Wege finden“ ist in einem barrierefreien Blended Learning (edubreak ® SPORTCAMPUS) konzipiert und setzt sich aus zwei Online-Phasen und einem Präsenztag zusammen. Für Ehrenamtliche ist sie also besonders attraktiv, weil sie sich die Zeit freier einteilen können. Außerdem wird dadurch eine bedarfs- und teilnehmerorientierte Gestaltung der Fortbildung durch die Referenten/-innen ermöglicht.

Die erste Fortbildung hat der LSB Niedersachsen gemeinsam mit dem DOSB durchgeführt hat. Beim ersten Präsenztag ging es darum, Inklusion im Sportverein auf der Vereinsmanagementebene als Prozess zu verstehen und auf verschiedenen Organisationsebenen weiterzuentwickeln. Wie stellt der Verein seine Willkommenskultur glaubwürdig dar und setzt sie um? Wie werden Netzwerkpartner gefunden? Wichtige Themen im Bereich Inklusion im Sport sind die Assistenzmöglichkeiten und die Förderung von Angeboten und barrierefreien Maßnahmen.

Die Teilnehmenden äußerten sich durch weg positiv über die Methode und die vermittelten Inhalte. Auch Sport-Inklusionsmanager/-innen des DOSB-Projektes „Qualifiziert für die Praxis: Inklusionsmanager/-innen für den gemeinnützigen Sport“ nutzten die Fortbildungsmöglichkeit. In der nun anstehenden zweiten Onlinephase geht es darum, die Anregungen und das erworbene Wissen in ihrer eigenen Vereinsarbeit umzusetzen. Hierbei werden sie auf dem edubreak ® SPORTCAMPUS von den Referenten/-innen begleitet  Ende Januar wird es im LSB Niedersachsen die nächste Fortbildung dieses Formats geben, diesmal mit dem Schwerpunkt der Sportpraxis. Eine Anmeldung ist noch möglich und aufgrund der Blended Learing-Methode auch für Hessen interessant.

Die Fortbildung wurde im DOSB-Projekt „Qualifiziert für die Praxis: Inklusionsmanager/-innen für den gemeinnützigen Sport“ unter dem Gesichtspunkt der Kompetenzorientierung und mediendidaktischen Umsetzung in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen und der Ghostthinker GmbH erarbeitet. Auch William Sonnenberg, Referent Inklusion beim Landessportbund Hessen, engagierte sich in einer Arbeitsgruppe, welche die Inhalte mitgestaltet hat. 2018 wird die Fortbildung in einer weiteren Pilotphase in Kooperation mit dem Deutschen Schwimmverband durchgeführt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus den Mitteln der Ausgleichsabgabe gefördert.

Fragen?

Tel: 069 6789-233, wsonnenberg@ lsbh.de

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Ansprechpartner

Inklusion im Sport

William Sonnenberg

Referent

Tel.: 069 6789-233
Fax: -209
E-Mail: wsonnenberg@remove-this.lsbh.de

Marc Mercurio

Sachbearbeiter

Tel.: 069 6789-181
Fax: -209
E-Mail: mmercurio@remove-this.lsbh.de