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Fragen und Antworten

rund ums Sportabzeichen

Wer kann das Deutsche Sportabzeichen erwerben?

Das Deutsche Sportabzeichen ist ein Freizeitsportangebot, das nicht an die Mitgliedschaft in einem Sportverein geknüpft ist. Auch Nicht-Mitglieder können dieses Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland erwerben. Sind die nötigen Leistungsvoraussetzungen erfüllt, wird es verliehen an:

  1. Kinder und Jugendliche (Jungen und Mädchen), die im Kalenderjahr der Abnahme mindestens das sechste Lebensjahr erreichen
  2. Erwachsene, die im Kalenderjahr der Abnahme mindestens das 18. Lebensjahr erreichen.

Auch Menschen mit Behinderung können das Deutsche Sportabzeichen erwerben. Die sportlichen Anforderungen für den Erwerb sind im Handbuch „Deutsches Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung“ niedergelegt.

Wo kann ich das Deutsche Sportabzeichen erwerben?

Über ganz Hessen verteilt, werden sogenannte "Sportabzeichen-Treffs" angeboten, bei denen für den "Fitnessorden" trainiert und die Disziplinen abgenommen werden können. Einen Sportabzeichen-Treff in Ihrer Nähe finden Sie über die Datenbank des DOSB. Auskunft über Vorbereitungs- und Abnahmemöglichkeiten in Ihrer Nähe erteilen auch die regional zuständigen Sportabzeichen-Beauftragten in den Sportkreisen des Landessportbundes Hessen.

Der Sportabzeichen-Treff bietet die Möglichkeit, sich unter fachlicher Betreuung und Anleitung gemeinsam mit Gleichgesinnten vorzubereiten. Hier gibt es:

  • entsprechende Übungsanlagen
  • alle erforderlichen Einrichtungen und Geräte
  • fachliche Anleitung durch speziell ausgebildete, erfahrene Betreuer und Betreuerinnen


Schulsportkoordinatorinnen und Schulsportkoordinatoren der Staatlichen Schulämter in Hessen stehen für Fragen der Umsetzung des Sportabzeichens in der Schule zur Seite.

 

    Wie bereite ich mich auf das Deutsche Sportabzeichen vor?

    Gerade Sportneulinge sollten nicht ohne Vorbereitung das Sportabzeichen erwerben. Die Sportabzeichen-Treffs dienen deshalb nicht nur als Abnahmemöglichkeit – hier kann und soll auch trainiert werden! Der Landessportbund empfiehlt, regelmäßig und mehrmals pro Woche Sport zu treiben anstatt es am Wochenende oder im Urlaub zu übertreiben.

    Die Sportmedizin empfiehlt außerdem, sich sportärztlich checken zu lassen,

    • wenn bei der Vorbereitung auf das Sportabzeichen Beschwerden auftreten,
    • wenn Sie über 40 sind und sich zum ersten Mal auf das Sportabzeichen vorbereiten

     

    Wie bekomme ich das Deutsche Sportabzeichen?

    Um das Deutsche Sportabzeichen zu erhalten, müssen in den vier Disziplingruppen Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Ausdauer vorgegebene Leistungsanforderungen (siehe Leistungskataloge rechts) erfüllt werden. Hierzu stehen Angebote aus den Sportarten Leichtathletik, Radfahren, Schwimmen und Gerätturnen zur Auswahl. Um das Deutsche Sportabzeichen zu erwerben, muss in jeder Disziplingruppe mindestens eine Leistung in Bronze erbracht werden. Ebenso ist der Nachweis der Schwimmfertigkeit notwendige Voraussetzung für den Erwerb des DSA.

    Für Menschen mit Behinderung gelten besondere Voraussetzungen. Diese können Sie hier nachlesen.

    Ob ein Teilnehmer das Sportabzeichen in Bronze, Silber oder Gold erhält, wird anhand eines Punkteschlüssels erstellt: Für Leistungen im Bereich Bronze gibt es einen Punkt, für Silber zwei Punkte und für Gold drei. Die Summe der Punkte bestimmt, welches Sportabzeichen man am Ende erhält:

    • 4 - 7 Punkte: Bronze
    • 8 - 10 Punkte: Silber
    • 11 - 12 Punkte: Gold

    Nach erfolgreicher Prüfung müssen die Unterlagen über den Sportkreis beim Landessportbund Hessen eingereicht werden. Er stellt am Jahresende die Urkunden aus.

     

    Wer kann das Deutsche Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung erwerben?

    Personen mit mindestens 20 Prozent geistiger oder Lernbehinderung sowie Personen mit Endo-Prothese können das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung erwerben. Dabei wird in elf Behinderungsklassen unterschieden, die durch den Prüfer für Menschen mit Behinderung oder einem Arzt festgelegt wird. Bitte erkundigen Sie sich beim Hessischen Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband nach entsprechenden Ansprechpartnern.

    Die elf Behinderungsklassen sind mit den Kürzeln A bis K hinterlegt und werden zum TEil nochmals nach dem Grad der Behinderung bzw. der sporttechnischen Funktionsbeeinträchtigung unterteilt:

    A = Allgemeine Behinderung
    BI = Einseitige Beinbehinderung und Endo-Prothesen => GdB 20-60 v.H.
    BII = Einseitige Beinbehinderung und Endo-Prothesen => GdB 70-100 v.H.
    CI = Doppelseitige Beinbehinderung und Endo-Prothesen => GdB 20-60 v.H.
    CII = Doppelseitige Beinbehinderung und Endo-Prothesen => GdB 70-100 v.H.
    DI = Einseitige Armbehinderung und Endo-Prothesen => GdB 20-60 v.H.
    DII = Einseitige Armbehinderung und Endo-Prothesen => GdB 70-100 v.H.
    EI = Doppelseitige Armbehinderung und Endo-Prothesen => GdB 20-60 v.H.
    EII = Doppelseitige Armbehinderung und Endo-Prothesen => GdB 70-100 v.H.
    FI = Blinde (B1)
    FII = Sehgeschädigte (B2/B3)
    FIII = Schwerhörige/Gehörlose mit Gleichgewichtsverlust
    GI = Querschnittlähmung => Tetraplegie (Q1a)
    GII = Querschnittlähmung => Tetraplegie (Q1b, Q1c)
    GIII = Querschnittlähmung => Paraplegie (Q2, Q3)
    GIV = Querschnittlähmung => Paraplegie (Q4, Q5/6)
    HI = Cerebralparese => Tetraplegie/Hemiplegie (CP2)
    HII = Cerebralparese => Tetraplegie/Hemiplegie (CP3, CP4)
    HIII = Cerebralparese => Diplegie (CP5, CP6)
    HIV = Cerebralparese => Hemiplegie/Monoplegie (CP7, CP8)
    I = Lernbehinderung
    J = Geistige Behinderung
    K = Kleinwüchsige

    Bei kardiologischen Erkrankungen muss eine fachärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorgelegt werden.
    Die Teilnahme ist für Menschen mit Behinderung nicht möglich bei:

    • koronaren Durchblutungsstörungen, Zustand nach Herzinfarkt, Herzoperationen und Schrittmacherimplantationen soweit keine fachärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung vorgelegt wird
    • und allen Erkrankungen, die zu akuten Schüben neigen, wie z.B.: Morbus Bechterew, Multiple Sklerose , Netzhautablösung, in Überwachung stehende Lungentuberkulose, usw

    Analog zum Deutschen Sportabzeichen des DOSB müssen auch Menschen mit Behinderung mit Behinderung den Nachweis der Schwimmfertigkeit erbringen.

    Wie kann ich meine Schwimmfertigkeit nachweisen?

    Für den Nachweis der Schwimmfertigkeit gibt es vier Möglichkeiten:

    1. Im Rahmen der Sportabzeichen-Prüfung werden die Leistungsvoraussetzungen in den Disziplingruppen Ausdauer oder Schnelligkeit durch Schwimmen erbracht. In der Disziplingruppe Ausdauer gilt die Schwimmfertigkeit sogar dann als bestätigt, wenn die erreichte Zeit nicht für die Mindestanforderung Bronze reicht, die Strecke aber vollständig durchschwommen wurde.
    2. 15 Minuten Dauerschwimmen (auch im offenen Gewässer möglich), wobei eine offensichtliche Fortbewegung im Wasser ersichtlich sein muss
    3. Nachweis, 50 Meter am Stück und ohne Unterbrechung schwimmen zu können (für Kinder jünger als 12 Jahre) bzw. Nachweis, 200 Meter am Stück und ohne Unterbrechung in maximal elf Minuten schwimmen zu können (ab 12 Jahre).
    4. Vorlage des „Deutschen Jugendschwimmabzeichens“ in Gold, des „Deutschen Schwimmabzeichens“ bzw. des „Deutschen Rettungsschwimmabzeichens“ der DLRG jeweils ab Bronze

    Was ist die Familienaktion?

    Alle zwei Jahre – zuletzt 2016 – ruft der Landessportbund Hessen zur Sportabzeichen Familienaktion auf. Dadurch sollen Familen motiviert werden, gemeinsam das Sportabzeichen abzulegen.

    An dieser Aktion können alle Familien und Lebensgemeinschaften mit mindestens zwei Angehörigen verschiedener Generationen teilnehmen. Gewertet werden alle Sportabzeichen, die in den verschiedenen Altersstufen erworben wurden. Das Sportabzeichen muss innerhalb des  laufenden Kalenderjahres (1. Januar bis 31. Dezember) abgelegt sein. Jede Familie, die erfolgreich teilgenommen hat, erhält eine Urkunde.

    Die Familien melden ihre Beteiligung den Sportabzeichen-Beauftragten in den Sportkreisen. Hier erhalten Sie auch die Meldekarten. Die Sportabzeichen-Beauftragten reichen die Meldungen der Familien spätestens bis Januar des Folgejahres beim Landessportbund Hessen ein.

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    Christina Haack

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    Tel.: 069 6789-447
    Fax: -209
    E-Mail: chaack@remove-this.lsbh.de

    Jürgen Roth

    Sachbearbeiter Sportabzeichen

    Tel.: 069 6789-263
    Fax: -209
    E-Mail: jroth@remove-this.lsbh.de