Wirksamkeit

Gutes Zeugnis

fürs "Rezept für Bewegung"


Wie reagieren Patienten eigentlich darauf, wenn Ärzte ihnen ein „Rezept für Bewegung“ ausstellen? Gehen sie wirklich zum Sport? Oder bleibt das Rezept unwirksam? Diesen Fragen gingen Rebekka Gubisch und Imke Hoppe von der Goethe-Universität Frankfurt in ihrer Masterarbeit nach. Dafür wurden sie  mit dem zweiten Platz des 15. BKK Innovationspreises Gesundheit ausgezeichnet.

Wohlwissend, dass die Ergebnisse aufgrund einer eher kleinen Stichprobe nicht repräsentativ sind, ermöglicht die Studie interessante Erkenntnisse: Knapp zwei Drittel der Befragten waren vor der ärztlichen Bewegungsberatung sehr geringfügig körperlich aktiv. Mehr als die Hälfte besuchte im Anschluss daran aber ein Bewegungsangebot im Verein und gestaltete seinen Alltag aktiver. Die Beratung zum „Rezept für Bewegung“ wurde von 63 Prozent als gut bis sehr gut bewertet.

Die beiden Autorinnen schlussfolgern deshalb, dass das Rezept ein effektives Instrument „zur Sensibilisierung für das Thema Bewegung und Gesundheit“ ist  und zur „Steigerung der körperlichen Aktivität, bevorzugt im Sportverein“ beisteuern kann. Weil die Mehrheit der Befragten sich für den Bewegungseinstieg eine bessere Unterstützung durch die Krankenkasse und noch mehr wohnortsnahe Angebote wünscht, empfehlen Gubisch und Hoppe eine fortschreitende Vernetzung von Sportvereinen, Ärzteschaft und Krankenkassen.

Da macht es Hoffnung, dass es mit der BKK eine Krankenkasse ist, die die Arbeit der Studentinnen mit dem „Innovationspreis Gesundheit“ ausgezeichnet hat. Die fachkundige Jury aus Wissenschaft und Gesundheitspraxis sah darin eine wichtige Auseinandersetzung mit den „Versorgungsstrukturen der Zukunft“, Schwerpunktthema des Preises im Jahr 2016.

 

Die Abstracts der Preisträgerinnen als PDF-Datei

 

Interview

Wenn der Arzt zu Bewegung rät

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